Unterstützung von Ubuntu und anderer Distributionen

Univention entwickelt eigenen Linux-Desktop nicht weiter

11.07.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Univention-Chef Peter Ganten will mehr Ressourcen in die Unterstützung mobiler Geräte investieren.
Univention-Chef Peter Ganten will mehr Ressourcen in die Unterstützung mobiler Geräte investieren.

Der Linux-Anbieter Univention stellt die Weiterentwicklung seines Desktop-Systems ein. Stattdessen unterstützt der Anbieter mit seinen Server-Produkten künftig andere Linux-Distributionen wie Ubuntu. Ein weiterer Schwerpunkt soll auf mobilen Endgeräten liegen.

Der Bremer Open-Source-Spezialist Univention hat seine Strategie für den Betrieb und das Management von Linux-Desktops überarbeitet: Das Unternehmen wird die Weiterentwicklung eines eigenen Desktop-Systems einstellen.

Stattdessen konzentriert sich der Anbieter künftig auf die am Markt verbreiteten Linux-Distributionen: Im ersten Schritt wird der Univention Corporate Server (UCS) in Version 3.0-2 ab diesem Monat den Betrieb von Ubuntu-Desktops unterstützen.

Univention Corporate Desktop (UCD) habe als Desktop-System bei Unternehmen und Behörden nicht die erhoffte Verbreitung gefunden, begründet der Anbieter den Strategiewechsel. Auch für die Zukunft erwartet Univention, ebenso wie führende Analysten, eher Zuwachs im Bereich von mobilen Geräten und Bring-Your-Own-Device-Konzepten. „Der Verzicht auf die Weiterentwicklung eines eigenen Client-Betriebssystems gibt uns die Möglichkeit, zukünftig mehr Ressourcen in die Unterstützung mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets zu investieren“, erläutert Peter Ganten, Geschäftsführer von Univention.

Darüber hinaus sieht der Anbieter eine steigende Nachfrage nach vollständig verwalteten und im Funktionsumfang klar definierten Client-Systemen wie Thin Clients oder Kiosk-Systemen. Univention ersetzt daher das für diesen Zweck entwickelte Produkt „UCS Thin Client Services“ durch den „Univention Corporate Client“, der gegenüber dem Vorgänger einige Verbesserungen in puncto Hardware-Kompatibilität und Management bieten soll. Das Unternehmen kündigt die Neuheit für das vierte Quartal 2012 an. □


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