21.06.12 | Redakteur: Stefan Riedl

Wenn viele Akteure wie gegenwärtig in Ressourcen für Cloud-Computing investieren, könnte das zu Überkapazitäten führen. Man kennt diesen so genannten Schweinebauch-Effekt aus der Landwirtschaft. IBMs Cloud-Chef dämpft in seiner Antwort auf die aktuelle „E-Mail aus der Redaktion“ die Befürchtungen.
Sehr geehrter Herr Rindle,
zugegeben, Schweinefleisch lässt sich nur schwer mit Cloud-Computing-Diensten vergleichen. Aber einen „Schweinezyklus“, bei dem Überkapazitäten aufgebaut werden, die später einer zu geringen Nachfrage gegenüber stehen und deshalb eine Preisspirale nach unten in Gang setzen, könnte es trotzdem geben. Schließlich investiert jeder Big Player in der IT-Industrie, sei es IBM, Dell, HP oder Fujitsu, derzeit in Cloud-Rechenzentren. Viel und gleichzeitig.
Eine ausgemachte Sache ist ein Schweine-Zyklus-Phänomen freilich nicht, denn auch die Nachfrage steigt: Laut Experton Group könnten die Cloud-Umsätze in Deutschland um 47 Prozent ansteigen. Allerdings sind laut Experton allein hierzulande rund 109 Anbieter für Cloud-Dienste relevant. Sie alle investieren strategisch in ihre Zukunft – in Cloud-Ressourcen, sprich: Rechenzentren. Nun liegt es in der Natur von Cloud Computing, dass die Datacenter dahinter hochskalierbar sind. Aber könnte der Wettbewerb durch die vielen gleichzeitigen Basisinvestments in ein paar Jahren nicht besonders hart werden, wenn sie in Summe den Nachfragezuwachs übersteigen? Lässt sich der Schweinezyklus in einem harten Wettbewerbsumfeld überhaupt vermeiden?
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Stefan Riedl
Redaktion IT-BUSINESS
Lesen Sie auf der nächsten Seite die Antwort von Kurt Nikola Rindle, Cloud Portfolio Leader, IBM Deutschland.
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