21.05.12 | Redakteur: Erwin Goßner
Der japanische Hersteller KYOCERA MITA firmiert seit April dieses Jahres weltweit unter KYOCERA Document Solutions. IT-BUSINESS sprach mit Reinhard Schlierkamp, dem Geschäftsführer von KYOCERA Document Solutions Deutschland, über die Hintergründe der Umfirmierung und Unternehmensziele.
ITB: Herr Schlierkamp, seit April firmiert Ihr Unternehmen unter KYOCERA Document Solutions Deutschland GmbH. Was waren die Beweggründe für diese Umbenennung?
Schlierkamp: KYOCERA baut das Geschäft mit Managed Document Services und Lösungen sukzessive aus. Wir haben hierfür neue Software-Allianzen sowohl auf länderspezifischer als auch europäischer Ebene geknüpft. Mit der Umfirmierung zur KYOCERA Document Solutions Inc. rücken wir unser Geschäft mit Dokumentenmanagement-Lösungen transparent in den Vordergrund. Bereits vor zwei Jahren haben wir den Geschäftsbereich Managed Document Services aufgebaut. Mittlerweile arbeiten hier alleine in Deutschland über 20 Mitarbeiter. Auch die europäische Global Services Division, die sich auf die Beratung von Lösungen und Dienstleistungen im MDS-Bereich konzentriert, ist massiv aufgestockt worden.
ITB: Wird es im Zuge der Umfirmierung in nächster Zukunft weitere Veränderungen bei Strategie und Ausrichtung des Unternehmens geben?
Schlierkamp: Wir werden in diesem Bereich weitere globale, aber auch länderspezifische Allianzen schließen.
ITB: KYOCERA hatte die Messlatte bereits im vergangenen Jahr sehr hoch gelegt. Geplant ist, den Umsatz in Deutschland bis 2016 auf 500 Millionen Euro zu verdoppeln. Wo sehen Sie in dem stagnierenden Markt noch Potenzial?
Schlierkamp: Der Markt für Lösungen und Services stagniert nicht, sondern bietet enorme Chancen, diese Ziele auch zu erreichen. Managed Print Services wird bis 2013 weltweit rund 50 Prozent des Marktes ausmachen. Laut einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens Photizo werden bis 2014 Lösungen und Services 24 Prozent des Marktes einnehmen. Der Mittelstand in Deutschland hat seinen Bedarf an Managed Document Services ebenfalls erkannt. Laut der aktuellen IDC-Studie, in der 200 Unternehmen befragt worden sind, planen mittelständische Unternehmen innerhalb der kommenden zwei Jahre die Output-Strukturen zu verbessern. Hierbei spielen die Bedarfsplanung und Analyse, die Gerätekonsolidierung, das Asset-Management und die fortlaufende Optimierung der Druckerumgebung mit jeweils rund 50 Prozent eine Rolle.
ITB: Die Zahlen klingen vielversprechend, doch wie sieht es in der Praxis aus?
Schlierkamp: Der Schlüssel liegt wie immer in der erfolgreichen Umsetzung. Das ist eine unserer großen Stärken als deutsche Länderorganisation. Dabei spielt der Handel eine wesentliche Rolle. Wenn dieser mit KYOCERA Document Solutions am Markt erfolgreich sein will, muss er die neuen Chancen, die mit der Neuausrichtung verknüpft sind, auch tatsächlich intensiv nutzen. Der Händler profitiert von unseren neuen Software-Allianzen sowie dem neuen, übergreifenden Partnerprogramm. Es ist kanalübergreifend und macht daher eine passgenaue Betreuung aller für KYOCERA relevanten Vertriebskanäle möglich. Branchen und Zielmärkte sowie professionelle Dienstleistungen stehen dabei im Vordergrund. Hier investiert KYOCERA Document Solutions Deutschland insgesamt neun Millionen Euro in die Partner.
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