Konzern bringt deutsche Gesellschaft in Verlegenheit

Dell bandelt mit zwei Thin-Client-Herstellern gleichzeitig an

03.04.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Behörden können Igel-Clients jetzt auch über Dell beziehen. Aktuell wollen die Vertriebspartner aber nicht über ihre Kooperation sprechen.
Behörden können Igel-Clients jetzt auch über Dell beziehen. Aktuell wollen die Vertriebspartner aber nicht über ihre Kooperation sprechen.

Dell hat heute die geplante Übernahme des Thin-Client-Herstellers Wyse bestätigt. Damit bringt der IT-Konzern offenbar seine deutsche Gesellschaft in Verlegenheit. Die schweigt nun zu der erst am Montag angekündigten Vertriebskooperation mit dem deutschen Wyse-Konkurrenten Igel.

Kommunikatives Durcheinander bei Dell: Erst Montag kündigte die deutsche Landesgesellschaft des IT-Konzerns eine Vertriebskooperation mit dem Bremer Thin-Client-Hersteller Igel an. Gestern Abend lief die Nachricht über die Ticker, Dell plane den US-amerikanischen Thin-Client-Spezialisten Wyse zu übernehmen. Heute Vormittag hat das Unternehmen schließlich die beabsichtigte Akquisition bestätigt, für die laut der Nachrichtenagentur Bloomberg rund eine Milliarde Dollar fällig wird.

Seitdem will sich die deutsche Dell-Gesellschaft zur Kooperation mit Igel nicht mehr öffentlich äußern. Dabei hatte Rainer Linden, Account Executive für Bundesbehörden bei Dell Deutschland, noch am Montag betont, man freue sich, „dass wir mit Igel einen erfahrenen und verlässlichen Thin-Client-Partner für diesen Markt gewonnen haben“.

Die Mitteilungsfreude ist inzwischen dem Schweigen gewichen. Auf Nachfrage von IT-BUSINESS lehnte Dell mit Verweis auf die geplante Wyse-Übernahme jeden weiteren Kommentar zum Vertrag mit Igel ab. Auch wollte das Unternehmen keine Fragen zu Details der Kooperation beantworten. Die Bremer zeigten sich solidarisch und hielten sich ebenso bedeckt.

Laut der Dell-Mitteilung vom Montag erstreckt sich die „strategische Vertriebspartnerschaft“ mit Igel auf den Public Bereich. Das Hardware- und Software-Portfolio des norddeutschen Herstellers werde Bestandteil der End-User-Computing-Lösungen von Dell für den öffentlichen Sektor, heißt es. Behörden könnten Igel-Produkte ab sofort direkt über den IT-Riesen beziehen.

Offen bleibt, ob auch Dell-Partner die Igel-Produkte an die öffentliche Hand vertreiben können. Die Frage wollten weder Dell noch der frischgebackene Kooperationspartner beantworten.


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