Datenbank-Appliance für den Partnervertrieb konzipiert

Oracle macht Engineered Systems zum Geschäft für den Channel

22.02.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Christian Werner leitet den Hardware-Channel von Oracle in der Region Nordeuropa.
Christian Werner leitet den Hardware-Channel von Oracle in der Region Nordeuropa.

Nach dem Kauf von Sun hat sich Oracle aus dem Volumengeschäft mit Hardware verabschiedet. Der Konzern setzt stattdessen auf Engineered Systems aus Hardware- und Software-Komponenten. Mit der „Database Appliance“ hat Oracle ein solches Produkt eigens für den Channel entwickelt.

Niemand dürfte ernsthaft erwartet haben, dass Oracle jemals zum typischen Hardware-Hersteller würde. Schließlich stellte Konzernchef Larry Ellison schon bei der Übernahme von Sun Microsystems vor zwei Jahren klar, er werde keinesfalls im Volumengeschäft mit Dell und HP konkurrieren.

Der Schwerpunkt des Server-Geschäfts von Oracle liegt seither auf High-End-Sparc-Maschinen. Systeme auf x86-Basis bleiben zwar Bestandteil des Portfolios. Sie dienen aber vor allem als Hardware-Bausteine für die so genannten Engineered Systems. Dabei handelt es sich um integrierte Lösungen aus Hardware- und Software-Komponenten, die sich mit einer Konsole vom Speicher bis zu den Applikationen managen lassen. Beispiele dafür sind die großen Exadata- und Exalogic-Maschinen für Datenbank- und Middleware-Lösungen.

Gemessen an den Zahlen, war die Strategie bislang kaum erfolgreich. Vielmehr ging das Sun-Hardware-Geschäft unter der Regie von Oracle bislang kontinuierlich zurück. Dennoch hält Ellison am Kurs fest. „Es macht mir nichts aus, wenn unser Commodity-x86-Business gegen Null geht“, bekräftigte der CEO erst im vergangenen Herbst.

„Unsere Strategie wird verstanden.“

Mit solchen Aussagen irritiert man freilich Partner, die bislang davon gelebt haben, Standard-Server in großer Stückzahl zu verkaufen. Nichtsdestotrotz verteidigt Oracle-Manager Christian Werner, als Senior Director Channel Sales für das indirekte Hardware-Geschäft in Deutschland, der Schweiz und Skandinavien zuständig, den Kurs. „Unsere Appliances-Strategie wird inzwischen im Channel verstanden“, betont der Vertriebsprofi. So seien bereits reine Software-Partner über die Engineered Systems ins Hardware-Geschäft eingestiegen. Umgekehrt würden traditionelle Hardware-Reseller zunehmend Gefallen am Datenbankgeschäft finden.

Große Erwartungen knüpft Werner daher an die Oracle Database Appliance (ODA), die der Hersteller im vergangenen Herbst auf den Markt gebracht hat. „Das System haben wir explizit für den Channel konzipiert, und wir vertreiben es zu 99,9 Prozent über Partner.“

Das Komplettpaket besteht aus Servern, Storage, Switches, Systemsoftware und der Database 11g. Laut Hersteller lässt es sich einfach installieren und zeichnet sich durch hohe Verfügbarkeit und Performance bei geringer Komplexität im Management aus. Kunden können die Appliance von zwei auf 24 Prozessorkerne skalieren, ohne dass die Hardware dafür modifiziert werden muss.

Erfahren Sie mehr über den Zielmarkt der Datenbank-Appliance.

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