11.10.11 | Autor / Redakteur: Das Interview führte Dr. Stefan Riedl / Stefan Riedl
ITB: Allerdings müssen sich viele in der Branche auf die wachsende Bedeutung des Bereitstellungsmodells Cloud Computing einstellen. Wobei schon auffällt: Einerseits ist das Thema umsatzmäßig noch nicht besonders bedeutend, im Vergleich zum On-Premise-Modell, andererseits spricht jeder davon. Wie sehen Sie die Herausforderung, vor der Systemhäuser stehen?
Smid: Ja, man muss genau auf die Veränderungen im Markt schauen und als Systemhaus Know-how und entsprechende Skills im Bereich Cloud Computing aufbauen. Die Wachstumsraten beim Cloud-Thema sind enorm, und man kann jetzt schon sagen, dass die Erfolgreichen, die sich darauf einstellen, hier einen neuen Markt formen werden. Andere werden vielleicht eher überrascht sein, wie schnell sich Cloud-Computing-Ansätze in ihren verschiedenen Ausprägungen durchsetzen werden.
ITB: Wie schnell wird sich das Thema Ihrer Meinung nach denn durchsetzen – kann man das irgendwie in Umsatzzahlen fassen?
Smid: Ich kann es probieren: Der IT-Markt ist in Deutschland heute ungefähr 67 Milliarden Euro Umsatz im Jahr groß. Wenn man sich die Bitkom-Marktprognosen anschaut, werden sich die B2B-Umsätze im Bereich Cloud Delivery bis 2015 vervierfachen. Wenn Sie die dafür notwendige Infrastruktur hinzunehmen, kann man dann etwa 25 Prozent der IT-Umsätze dem Cloud Computing zurechnen. Diese Entwicklung wollen wir gemeinsam gestalten.

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