Thomas von Baross im Gespräch

„D-Link spielt Handball, Cisco spielt Fußball“

25.01.2010 | Redakteur: Stefan Riedl

Thomas von Baross ist als Managing Director für das Zentraleuropa-Geschäft bei D-Link verantwortlich.

Netzwerke einzurichten wird wegen immer neuer Themen wie Voice-over-IP, IP-Überwachung oder IP-Storage immer komplizierter, die Handhabung hingegen einfacher. IT-BUSINESS sprach mit D-Link-Chef Thomas von Baross über große Veränderungen in seiner Branche.

ITB: Der Netzwerkmarkt wird sehr von Cisco dominiert. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass IT-Verantwortliche gerne bei dem größten Anbieter einkaufen, denn da „kann man nichts falsch machen“. Wie sehen Sie das?

Baross: Dieses Einkaufsverhalten kann ich bestätigen. D-Link ist aber in zahlreichen Produktkategorien – insbesondere bei den SMBs – weltweiter Marktführer und zählt dementsprechend zur Kategorie der bevorzugten Hersteller. Mit der Gewährung ungewöhnlicher und umfassender Garantien erleichtern wir die Entscheidung, auf D-Link zu setzen.

ITB: Dennoch wird Cisco in weiten Teilen als dominanter Player im Markt wahrgenommen. Wie ist das Verhältnis von D-Link zu Cisco?

Baross: Richtig, Cisco wird von vielen Menschen in unserer Branche als Synonym für Netzwerktechnologie angesehen, und tatsächlich dominiert das Unternehmen weite Teile des Marktes. Wenn man wissen möchte, wohin sich der Markt in den nächsten Jahren voraussichtlich entwickeln wird, dann sollte man Ciscos aktuelle Investitions- und Akquisitionsstrategie genauer ansehen. Trotzdem bleibt genug Raum für weitere Anbieter neben Cisco. Die Kollegen aus San Francisco decken längst nicht alle Produkt- und Kundengruppen mit der gleichen Intensität und mit dem gleichen Erfolg ab. Wenn Sie mir eine Analogie zum Sport erlauben: Wenn D-Link und Cisco Ballsportmannschaften wären, spielt Cisco Fußball, während wir im Handball zuhause sind. Die Schnittmenge ist der Ball, aber wir treten nicht ständig gegeneinander an. Meistens haben wir andere Zielgruppen.

ITB: Wie sieht diese Zielgruppenverteilung denn genau aus?

Baross: Cisco ist in vielen Ländern die Nummer eins bei großen Netzwerken, bei multinationalen Konzernen und den Carriern, aber auch nicht überall. D-Link konnte sich sehr starke Positionen bei den SMBs, den SOHOs und im Consumer-Umfeld erarbeiten. Im Mittelstand sind wir der Platzhirsch. Beispielsweise waren wir im Produktbereich Ethernet Switches für Small Enterprises laut Gartner im Jahr 2009 auf Basis des Port-Shipments die weltweite Nummer eins, mit einem Marktanteil von über 29 Prozent. Bei Enterprise Ethernet Switches sind wir weltweit nach Cisco auf Platz zwei, um nur zwei Beispiele zu nennen. Unter dem Strich muss man auch beim Vergleich mit Cisco Produkt- und Kundengruppen sowie einzelne Regionen differenzieren.

Lesen Sie auf der nächsten Seite die strategischen Entwicklungen bei D-Link.

Thomas von Baross


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