28.10.2008 | Redakteur: Erwin Goßner
Das Herauslösen von Samsungs Printing Division aus einem starken IT-Cluster kam überraschend. IT-BUSINESS sprach mit Jürgen Krüger, dem bisherigen und neuen Chef der Sparte, über die Hintergründe und Auswirkungen.
ITB: Herr Krüger, die Ziele sind vorgegeben: Die Samsung Printing Division strebt ein jährliches Wachstum von 25 Prozent an und möchte langfristig die Nummer eins auf dem Druckermarkt werden. Weshalb lässt sich dies im IT-Cluster nicht realisieren?
Krüger: Printing ist der erste und einzige Bereich bei Samsung, der den professionellen Anwender im Fokus hat und auch direkt anspricht. Dokumentenmanagement-Software, Seitenpreiskonzepte und Printing-Servicekonzepte sind Themen, die nicht IT-konform sind. Bisher waren wir auch schon eigenständig unterwegs, nur jetzt ist dies offiziell geworden. Darüber hinaus arbeiten wir in einer Matrixorganisation und berichten direkt an die European Printing Organisation. Das gibt es in den Bereichen Display und Notebook nicht. Ferner sprechen wir neben den klassischen IT-Resellern auch die Office Equipment Specialists, also die Partner im Kopierer- und Büro-Fachhandel an. Um all diese Themen optimal und zeitnah in einer hohen Qualität adressieren zu können benötigen wir hochqualifizierte und gut ausgebildete Mitarbeiter, die sich ausschließlich auf diese Themen konzentrieren können. Diese Anforderungen können für unsere Kunden nicht realisiert werden, wenn nebenbei noch andere Produktbereiche im Fokus stehen.
Krüger: Die Maßnahme, die wir jetzt eingeleitet haben, ist allumfassend. Sie wird weitere und deutliche Erweiterungen unserer eigenen Mannschaft nach sich ziehen, die alle Bereiche wie Vertrieb, Marketing, Service und natürlich auch die Backoffice-Strukturen betreffen. Die Höhe der Investitionen ist hoch und ausreichend, um den eingeläuteten Weg beschreiten zu können. Bitte verstehen Sie aber, dass wir die genaue Höhe der Investition nicht mitteilen werden.
Krüger: Es wird keine negativen Auswirkungen geben. Im Gegenteil: Eine höhere Konzentration auf Printer Reseller und OES sind die Folge. Dies bedeutet unter anderem eine höhere Informationstiefe, klarere und besserer Kommunikation, kürzere Reaktionszeiten, bessere Erreichbarkeit, Ausbau des Serviceangebotes, Erweiterung des Lösungs- und Projektsupports, um nur einige Beispiele zu nennen. Selbstverständlich bekennen wir uns weiterhin zum indirekten Vertriebsmodell.
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