28.04.2008 | Redakteur: Stefan Riedl
Sun Microsystems bezeichnet sich selbst gerne als »Technologie-Unternehmen«. Wer diese Geschäftsstrategie leben will, der muss auf der ersten Welle der Produktlebenszyklen von Technologietrends surfen. Eine Technologie, die seit geraumer Zeit für besonders viel Furore sorgt und IT-Konzepte prägt, ist die Virtualisierung. Zwar hatte Sun auch dieses Thema groß auf der Agenda, aber eher Server- und Betriebssystem-seitig.
Vor diesem Hintergrund ist auch der Kauf des schwäbischen Software-Herstellers Innotek GmbH ein konsequenter Schritt. Bis zum Ende des dritten Quartals dieses Jahres soll der Deal abgeschlossen sein. Das Unternehmen hat Virtualisierungs-Produkte im Portfolio und trägt ebenfalls den Open-Source-Gedanken im Herzen. Das Virtualisierungstool Virtualbox hilft Sun dabei, die xVM-Plattform auf Desktop-Ebene zu ergänzen. Mit der Virtualbox bietet Sun nämlich ein Produkt an, das bestens mit der xVM-Serverfamilie korrespondiert. Besagte Virtualbox ist ein vergleichsweise schlankes Virtualisierungstool in Form eines weniger als 20 Megabyte großen, kostenlosen Downloads. Die Virtualbox unterstützt PCs mit Windows 3.1 bis Vista, Linux 2.2, 2.4 und 2.6, Solaris x86, OS/2, Netware und DOS.
System- und Softwarehäuser sind in den Augen von Sun nicht nur »Reseller«, also Umsatzbringer, sondern »Part of the Community«. Mit einem dicken Paket an freien Tools und freier Software sowie Webseiten voll dokumentierten Wissens sorgt Sun für breite technologische Unterstützung. Besonders intensiver Service und kommerzielle Lizenzen kosten extra. In und über diese Sun-Gemeinde lässt sich prima Hardware verkaufen. Wie konnten die Analysten nur an dem Modell zweifeln, als die Zahlen noch rot waren?
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