15.02.2007 | Autor / Redakteur: Thomas Böcker / Bernd Schöne
Der Backup-Anbieter schluckt den Konkurrenten für einen nicht genannten Betrag und vermarktet dessen Produkte ab sofort unter eigenem Namen. Damit rundet Yosemite sein Portfolio mit
Der Backup-Anbieter schluckt den Konkurrenten für einen nicht genannten Betrag und vermarktet dessen Produkte ab sofort unter eigenem Namen. Damit rundet Yosemite sein Portfolio mit einer Lösung für die Continuous Data Protection (CDP) ab.
Mit seiner Programmsuite Yosemite Backup zielte der Software-Hersteller aus San José in Kalifornien bisher vor allem auf die Datensicherung von zentralen Servern im Unternehmen, in der hauseigenen Terminologie „Kernsysteme“ (core systems) genannt.
Die Filekeeper-Software dagegen speichert die Informationen auf den edge systems, sprich: Desktops und Notebooks.
Zu diesem Zweck verfügt sie über eine ganze Reihe Funktionen wie z. B. eine Art Instant-Backup: Sobald ein User eine neue Datei erstellt oder eine existierende Datei verändert, fertigt Filekeeper automatisch eine Kopie an und legt diese in einem reservierten Festplattenbereich des Client-Systems ab.
Dieser Prozess läuft automatisch im Hintergrund ab und sorgt dafür, dass stets die „frischeste“ Version eines Files verfügbar ist (Continuous Data Protection). Zusätzlich kann die Software so konfiguriert werden, dass sie stets nur die Änderungen an einer Datei seit dem letzten Backup sichert (File Delta Technology), das spart Platz auf den üblicherweise dicht beschriebenen Festplatten der Clients.
Restores lassen sich mit einem einfachen Rechtsklick starten und über ein laut Hersteller intuitiv bedienbares Interface steuern, was Administratoren von Routinejobs entlastet.
Ein weiteres Mmerkmal von Filekeeper ist seine dreistufige Architektur: Kernkomponente ist ein so genannter Policy Server, mit dem Administratoren Regeln für die Sicherung, Versionierung und Archivierung von Daten und Dateien vorgeben können und die Software-Agenten auf den einzelnen Clients steuern (s. unten).
Der Policy Server setzt auf Microsofts Internet Information Server auf und kann damit auf einem existierenden Web- oder Intranetserver laufen, braucht also keine dedizierte Hardware.
Die bereits erwähnte Agentensoftware sorgt dafür, dass die Client-Systeme aktuelle und „historische“ Versionen aller Dateien speichern, und zwar nicht nur auf der lokalen Festplatte, sondern ergänzend auf den Filekeeper Backup Locations – einem oder mehreren Windows-Servern bzw. Storage-Arrays, die über Windows-Server-Software angesteuert werden.
In Kombination mit der eigenen Backup-Suite, die künftig um CDP-Funktionen ergänzt werden soll, will Yosemite das Angebot abrunden.
Die Preise für Yosemite Filekeeper beginnen bei 449 US-Dollar (umgerechnet 360 Euro) plus Mehrwertsteuer für ein Paket mit 10 Lizenzen einschließlich Support.
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