23.07.2008 | Redakteur: Harry Jacob
Die Zukunft von Maxdata ist zwar noch nicht gesichert, aber die bisherigen Ergebnisse der Investorensuche haben selbst das Büro des vorläufigen Insolvenzverwalters positiv überrascht. Die erste Runde der Sondierungen sei nun abgeschlossen, jetzt folgten weitere Verhandlungen mit einem engeren Kreis an potenziellen Investoren. Bis Ende August hofft Andres in konkrete Verhandlungen mit einem Kandidaten eintreten zu können. Bis dahin werde auch auf jeden Fall das Insolvenzverfahren eröffnet.
Die Zukunftsaussichten für Maxdata sind laut Aussage von Andres sogar besser, als er selbst erwartet hatte. »Ein großes Problem ist die Produktion. Der Standort ist gut, es fehlt jedoch an Auslastung, und das deutsche Lohnniveau lässt Investoren auch nicht gerade ,Hurra‘ rufen«, so die Bilanz in Sachen Manulogs in Würselen. »Im Grundsatz ist jeder Interessent bereit, alle Bereiche von Maxdata fortzuführen, teilweise auch die Produktion«. Für Andres ein überraschendes, aber auf jeden Fall positives Ergebnis.
Entlassungen werden sich zwar nicht vermeiden lassen, der Umfang ist aber noch nicht klar. Denn das hängt auch davon, ab, welche Vorstellungen der kommende Investor hat. Da gebe es aber unterschiedliche Konzepte. Sollte sich am Ende ein Geldgeber finden, der nicht an der Produktion interessiert ist, bedeute das aber noch nicht das Aus: es gibt auch Optionen, Logistik und Produktion gesondert zu betreiben.
Mehr Details können aber derzeit noch nicht preisgegeben werden. Nur soviel gibt der Mitarbeiter des Insolvenzverwalters preis: »Unter den Interessenten sind auch namhafte Player. Wir haben bereits in der vergangenen Woche Gespräche fortgesetzt, die wir in Taiwan aufgenommen hatten. Derzeit sind alle potenziellen Investoren dabei, die Daten zu prüfen. Auch sie haben ein sehr großes Interesse daran, schnell zu einer Lösung zu finden, damit die Marken Maxdata und Belinea möglichst wenig beschädigt werden.«
Reseller werden derweil weiterhin mit »Alternativangeboten«, »Serviceübernahmen« und dergleichen mehr bombardiert. Per Post, Fax, und Mail kommen die Angebote ins Haus, mancher Maxdata-Wettbewerber schickt gar den Außendienst zum Klinkenputzen. Je länger die Unsicherheit währt, umso mehr Reseller wechseln zu alternativen Anbieter. Das weiß auch Andres. Doch der kann nicht mehr tun: »Wir haben vom ersten Tag an nach Investoren gesucht, und wir arbeiten mit Hochdruck daran, zu einem Ergebnis zu kommen.« Die Verhandlungen werden jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
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