Lösung für Altsysteme-Garantien steht noch aus

Maxdata-Garantien für neue Geräte gesichert

03.07.2008 | Redakteur: Regina Böckle

Maxdata bleibt die Antwort zur Garantie-Frage für bislang verkaufte Geräte noch schuldig.

In einem Rundschreiben an die Maxdata-Vertriebspartner teilte der vorläufige Insolvenzverwalter mit, dass ein Sonderkonto zur Sicherstellung sämtlicher Gewährleistungs- und Garantiefälle für Maxdata-Produkte eingerichtet wurde, die ab dem Zeitpunkt der Insolvenz, dem 25.6.2008 ausgeliefert wurden. Für Geräte, die vor diesem Zeitpunkt bezogen wurden, gibt es bislang allerdings noch keine eindeutige Regelung.

Der vorläufige Insolvenzverwalter des Marler PC-Herstellers Maxdata, Dr. Winfrid Andres, hat ein vorläufiges Sonderkonto eingerichtet, um die Finanzierung von Garantie- und Gewährleistungsfällen zu sichern. Allerdings kann auf dieses Konto nur für jene Systeme zugegriffen werden, die ab dem Tag des Insolvenzantrags, dem 25.6.2008, ausgeliefert wurden. Ab diesem Zeitpunkt ist für jede Auslieferung der Produktionsgesellschaft Manulogs Manufactoring & Logistic Services GmbH an die Vertriebsgesellschaften ein Betrag auf dem Sonderkonto hinterlegt, der sich bei Garantie- und Gewährleistungsfällen abrufen lässt. Die Höhe dieser hinterlegten Beiträge entspricht der Höhe der Rückstellungen, die Manulogs auch in der Vergangenheit veranschlagt hatte. Diese in der Bilanz bislang ausgewiesenen Rückstellungen wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewarterhouseCoopers geprüft.

Andres weist im Schreiben an die Maxdata-Partner darauf hin, dass dieses Sonderkonto ausschließlich der Absicherung von Garantie- und Gewährleistungsfällen dient, und nicht Bestandteil der Insolvenzmasse ist.

Unklare Situation für die Altsysteme

Fachhandelspartnern brennt jedoch nicht nur die Klärung der Garantie und Gewährleistung der seit dem 25.6.2008 ausgelieferten Systeme auf den Nägeln, sondern vor allem auch die Frage, wie es um die Absicherung dieser Leistungen bei den bis zu diesem Zeitpunkt verkauften Geräten bestellt ist. Denn dafür wurden zwar in der Vergangenheit Rückstellungen gebildet, diese sind momentan aber Teil der Insolvenzmasse, und damit nicht wirklich abgesichert.

»Die Haftungsproblematik ist für uns zwar minimal, weil immer eine Garantie des Herstellers verkauft wurde, aber das ist dem Kunden im Ernstfall völlig egal, Ärger und Kosten in erheblichem Umfang wären vorprogrammiert. Ich bin überzeugt, dass nur bei Sicherstellung auch der Garantien für Altsysteme die Händler weiter Maxdata vertreiben werden und können. Glasklar ist: niemand kauft Neugeräte eines Herstellers, wenn ihn dieser bei Altgeräten im Regen stehen lässt – spätestens beim ersten Serverausfall ist Schluss mit lustig«, schreibt einer der betroffenen Maxdata-Partner. Die einzig mögliche Lösung sei für Partner eine Zusage, dass auch für die Altsysteme »alle Garantiezusagen vollumfänglich erfüllt werden«.

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