03.07.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Heidi Schuster / Heidi Schuster
Bisher war der Hersteller Emulex im Fibre-Channel-Umfeld angesiedelt. Nun macht sich der Anbieter von Netzwerk-Lösungen auch im Ethernet-Bereich stark und erweitert dazu sein Partnerprogramm Connect um die Kategorie „Connect+“. Perry Eekhout von Emulex sprach mit IT-BUSINESS über die Neuerung.
ITB: Emulex hat sein Partnerprogramm „Connect“ erweitert. Warum?
Eekhout: Emulex war bisher bekannt als Hersteller für Fibre-Channel-Host-Bus-Adapter im Storage-Bereich. Nun sind wir auch im Ethernet-Umfeld zu finden und sprechen damit nicht nur einen neuen Markt, sondern auch neue Reseller an. Die neue Partnerkategorie „Connect+“ adressiert Fachhändler aus diesem Bereich. Unsere bisherigen Partnerstufen Platinum und Gold bleiben weiterhin für Fibre-Channel-Partner bestehen. Diese können außerdem unabhängig von ihrem bestehenden Partnerstatus auch Connect+-Partner werden.
ITB: Wie wird man Connect+-Partner?
Eekhout: Connect+ ist eher eine Zertifizierung als ein Partnerstatus. Mit der neuen Partnerkategorie soll hervorgehoben werden, dass diese Partner einen speziellen Fokus auf Zehn-Gigabit-Ethernet-basierte Produkte legen. Reseller müssen sich dafür bei Emulex registriert haben und an verschiedenen Trainings teilnehmen.
ITB: Was sind das für Trainings und sind diese kostenpflichtig?
Eekhout: Wir bieten kostenlose Online-Trainings an, in denen die Technologie erklärt wird. Wer diese Trainings absolviert hat, muss dazu Fragen beantworten und wird so zum Connect+-Partner. Wenn einem Reseller diese Online-Schulungen nicht reichen, stellen wir ihm gerne verschiedene Info-Materialien zusammen, mit denen er sich tiefer in die Thematik hineinlesen kann.
ITB: Welche Vorteile haben Connect+-Partner bei Emulex?
Eekhout: Alle Partner profitieren – unabhängig von ihrer Partnerstufe – von Incentives während des Verkaufsprozesses wie Projekt- und Deal-Registrierung sowie Sales Promotion Incentive Funds (SPIFs). Connect+-Reseller bekommen zusätzlich zwei Prozent Rabatt und weitere SPIFs für den Vertrieb von Zehn-Gigabit-Ethernet-Adaptern. Außerdem gibt es die CRM-Tools. Wir generieren auf Messen, Enduser-Days, durch Mailings und Marketingaktivitäten Endkunden-Leads, die wir über die CRM-Tools den Partnern zuweisen. Er hat die Möglichkeit nachzuverfolgen, was mit diesen Leads passiert ist und kann Updates reinsetzten. Wir wissen damit auch immer, was der Partner gerade für sein Projekt benötigt, um es erfolgreich abzuschließen. Es findet also eine interaktive Kommunikation zwischen Emulex und den Partnern statt. Wir benutzen die Tools, um zusammen mit dem Partner den Endkunden so gut wie möglich betreuen zu können.
ITB: Warum hat Emulex seine Produktpalette um Ethernet erweitert?
Eekhout: Bei Entwicklung von FC und Ethernet gibt es einen grundlegenden Unterschied: Bei FC hat sich die Bandbreite immer verdoppelt – also von einem Gigabit pro Sekunde auf zwei, dann auf vier und der Standard ist nun bei acht. Ethernet hat seine Bandbreite immer verzehnfacht, sprich von zehn auf 100 dann auf ein Gigabit und nun erreichen wir einen Standard von zehn Gigabit pro Sekunde. Zum erstenmal bietet Ethernet nun eine höhere Bandbreite als FC. Und dieser Bandbreitenvorteil wird bleiben. Somit muss man sich die Frage stellen, ob es nicht Sinn macht, seine Storage-Netzwerke künftig einfach über Ethernet anzuschließen, statt ein getrenntes FC-Netzwerk aufrecht zu erhalten. Auch wenn man sich verschiedene Umfragen anschaut, sieht man, dass der FC-Markt kaum wächst. Beim Converged-Ethernet-Markt besteht dagegen sehr großes Wachstumspotenzial.
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