ENTERPRISE MOBILITY SUMMIT 2017

Ganzheitliche Strategien für den Digital Workplace

| Autor / Redakteur: Nicole Dufft / Sylvia Lösel

Nicole Dufft, Independent Vice President bei PAC
Nicole Dufft, Independent Vice President bei PAC (Bild: PAC)

Viele Jahre galt die Gestaltung von IT-Arbeitsumgebungen als Kostenfaktor ohne allzu große strategische Bedeutung. In der immer mehr von Digitalisierung und Wissensarbeit geprägten Wirtschaft hat sich diese Einschätzung jedoch deutlich gewandelt.

Wer heute als Unternehmen im digitalen Zeitalter Schritt halten will, muss seinen Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld ermög­lichen, das ein Höchstmaß an Mobilität, Individualität und Vernetzungsmöglichkeiten bietet. Aus Sicht von drei Vierteln der europäischen IT- und HR-Manager hat die Qualität der Arbeitsumgebungen einen starken oder sogar kritischen Einfluss auf den Geschäftserfolg.

Und es wird entsprechend gehandelt: 63 Prozent der Unternehmen planen, innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre, in moderne Anwendungen und Technologien für den Arbeitsplatz zu investieren. Aber mit Technologie-Investitionen allein ist es nicht getan. Denn die Schaffung moderner, digitaler Arbeitsumgebungen ist zu einem hoch-komplexen Vorhaben geworden. Mitarbeiter sollen mit Leichtigkeit und Freude von überall flexibel zusammenarbeiten können und so in ihrer Motivation und ­Innovationsfähigkeit gestärkt werden – während die Workplace-Verantwortlichen gleichzeitig höchste Sicherheitsstandards und niedrige Kosten gewährleisten sollen. Ein Spagat, der kaum zu bewältigen ist!

Neue Sichtweise

Moderne Arbeitsplatzkonzepte werden sich vor diesem Hintergrund nur dann erfolgreich umsetzen lassen, wenn sie als ganzheitliche Design- und Servicekonzepte realisiert werden. Dabei ist eine Abkehr von tradierten Sichtweisen bei der Gestaltung von Digital Workplaces dringend angezeigt: Unternehmen benötigen den Mut, neue Wege bei Design, Betrieb, Support und Management zu beschreiten. Dazu zählen beispielsweise die Konzeption digitaler Workplaces mithilfe von Design Thinking Methoden, die zentrale Bereitstellung von Workplace-Anwendungen as a Service in (hybriden) Cloud-Umgebungen, die Umsetzung rollenbasierter Arbeitsplatzumgebungen auf der Basis von Persona-Konzepten, nutzerzentrische Supportkonzepte wie etwa Self-Service-Portale sowie integrierte Sicherheits- und Asset-Management-Konzepte.

Hinzu kommt, dass die angestrebte „Employee Experience“ – also die optimale Mitarbeitererfahrung – natürlich nicht allein von der IT-Ausstattung bestimmt wird. Während die Modernisierung von Arbeitsumgebungen lange Zeit als reine IT-Domäne galt, erfordert die Gestaltung des „Digital Workspace“ immer stärker eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit – und hierbei insbesondere auch die Einbindung von HR und Facility Management:

  • IT und Facility Management müssen nicht zuletzt deshalb enger zusammenarbeiten, weil das Zusammenspiel von IT und physischer Infrastruktur durch den IoT-Trend immer mehr an Bedeutung gewinnt. Im Zuge des Digital Workspace werden zunehmend eben auch Räume, Geräte und Maschinen in den Informationsaustausch und in die Sicherheitskonzepte integriert.
  • IT und HR-Abteilung müssen enger zusammenarbeiten, weil letztlich natürlich die modernsten Workspace-Umgebungen wenig nützen, wenn die bereichsübergreifende Zusammenarbeit, Flexibilität und Innovationsfähigkeit nicht durch entsprechende organisatorische, kulturelle und menschliche Faktoren gefördert wird. Ein enger Austausch zwischen IT und HR-Abteilungen sowie Führungskräften ist angezeigt, damit technische Ausstattung und menschliche Faktoren optimal ineinandergreifen können.
Ergänzendes zum Thema
 
Nicole Dufft, Independent Vice President bei PAC und Keynote-Sprecherin auf dem ENTERPRISE MOBILITY SUMMIT

Fazit

Digital-Workplace-Initiativen, die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter zum Ziel haben, müssen eher als Change-Programme denn als klassische Technologie-Projekte umgesetzt werden. Dabei gilt es sowohl technisch neue Wege zu gehen, beispielsweise bei Design, Betrieb, Support und Management, als auch neue Beteiligte, wie die HR-Abteilung oder das Facility Management einzubinden.

Ganzheitliche Strategien für den Digital Workplace Enterprise Mobility Summit 2017

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