Drobo 5N NAS im Test - Einfache Bedienung, hohe Sicherheit und Flexibilität.

30.08.2016

Es gibt derzeit eine Reihe von Anbieter von NAS-Systemen, darunter auch „Drobo“. Ein Anbieter, der in Europa zwar noch relativ unbekannt ist, aber sehr interessante NAS-Systeme herstellt. TweakPC widmet sich dem Modell Drobo 5N in einem Test.

Drobo verfolgt ein völlig anderes Konzept als andere NAS-Anbieter. Denn während sich die meisten Anbieter darauf Konzentrieren in ihre Systeme mehr und mehr Funktionen einzubauen, ständig neue Modelle auf den Markt bringen und sie so zu kleinen und immer komplizierteren Mini-Servern ausbauen, setzt Drobo auf „einfache Bedienung und Flexibilität“ und ein klares geradliniges Konzept, das vor allem den Anwender im Auge hat.

Drobo 5N - Das etwas andere NAS-System.

Das Drobo 5N lebt ganz klar von seiner "Andersartigkeit" gegenüber anderen NAS und profitiert dabei extrem von der patentierten BeyondRAID -Technologie, die wir in der Form noch bei keinem anderer Hersteller gesehen habe. Zwar gibt es mittlerweile auch andere NAS-Systeme, die den User bei der Einrichtung an die Hand nehmen und das RAID-Setup vereinfachen, sie helfen dem User aber nicht dabei das NAS von Anfang an richtig zu bestücken.Genau hier springt das Drobo mit seinem BeyondRAID ein und bietet einen nicht zu unterschätzenden Vorteil. Erstens die Möglichkeit, dass der NAS Speicher mit dem User und mit der Zeit wächst und zweitens, dass er durch die Verwendung von beliebigen alten herumliegenden SATA-Festplatten jeglicher Kapazität den Einstiegspreis gegenüber einem anderen NAS deutlich drücken kann. Insgesamt hilft das Drobo NAS also sogar dabei Kosten für Festplatten einzusparen.

Auch wenn andere NAS-Systeme versuchen dem User eine einfache Bedienung zu erlauben, das dahinter stehende System ist in der Regel dennoch nicht annähernd so flexibel und einfach wie bei Drobo. Wo andere NAS-Systeme bei der Einrichtung vielleicht noch mithalten können, spätestens wenn es an die Erweiterung oder um Festplattenausfälle beim NAS geht, schlägt das BeyondRAID-Konzept die anderen NAS-Systeme deutlich. Das einzige worum man sich bei einem Drobo eigentlich kümmern muss, ist das NAS gegebenenfalls mit mehr Festplatten zu füttern.

Wer mehr Speicherplatz will, schiebt einfach irgendeine neue HDD ein oder tauscht eine vorhandene gegen eine größere aus. Wer eine defekte HDD hat, schmeißt sie raus und setzt irgend eine andere, am besten gleich große oder größere neue HDD wieder ein. Den Rest macht das Drobo-NAS selbst. Nicht mal ein Klick ist notwendig um eine Funktion auszulösen. Und bei all dem bleibt das Gerät dauerhaft einsatzbereit. Nicht einmal die Transfergeschwindigkeiten reduziert sich deutlich.

Im Gegensatz zu anderen NAS Systemen erlaubt das Drobo auch so gut wie keine Fehlbedienung, die zu Datenverlust führen kann. An der Raid-Konfiguration kann man gar nicht herumspielen, da diese selbstverwaltend ist. Selbst wenn man alle HDDs herausnimmt, zum Beispiel zum Entstauben oder Transportieren, und anschließend irgendwie alles in beliebiger Reihenfolge wieder einsetzt, kein Problem, Drobo verkraftet auch das, wo jedes andere NAS beim Vertauschen oder falsch Einsetzen der HDDs die Hufe streckt.

Auch der Remote-Zugriff über das Web ist beim Drobo so leicht einzurichten wie sonst kaum irgendwo.

Insgesamt stellt das Drobo 5N ein wirklich interessantes Produkt dar. Es ist ideal geeignet für alle, die einen sicheren und flexiblen externen Datenspeicher suchen und dabei absolut keine Lust haben, sich in irgend einer Form mit der Technik zu befassen. Das Drobo ist somit ideal für alle die lediglich ihre Bilder, Videos, Dokumente und sonstige Dateien sicher und einfach extern speichern und auf Zusatzfunktionen weitgehend verzichten wollen. Komplexere NAS-Geräte mit immensem Funktionsumfang gibt es bereits genug am Markt, so dass ein Modell wie das Drobo, welches sich explizit an User richtet, die eine einfache Lösung suchen, absolute seine Berechtigung hat.

Die Anschaffung eines NAS kann man also jedem, der viel mit Dateien herumwerkelt nur ans Herz legen, egal ob es nun ein sehr einfach zu bedienendes Drobo oder ein anderes NAS-Gerät ist. Schon alleine deshalb ist das das Drobo für Menschen, die sich ungern mit technischen Details befassen, eine klare Empfehlung wert.

Ausführlicher Test: TweakPC