Distributor PiE: »Wir wollen Partner stark machen statt Strohfeuer zu zünden«

Partners in Europe verweigert sich Preiskämpfen

04.02.2009 | Redakteur: Regina Böckle

»Händler stark machen, statt Strohfeuer zünden«

Im Gegensatz zum Engagement rund um Finanzierungshilfen für Partner sieht Padberg allerdings keinen Anlass, aktiv in die aktuellen Preiskämpfe einzugreifen. Vom derzeit extrem preisaggressiv agierenden Mitbewerber NT plus will sich Padberg auch künftig vehement abgrenzen: »Wir haben unsere Aufgabe nie darin gesehen, nur den letzten Prozentpreispunkt zu setzen. Sondern unser Anliegen ist es, den Partner mit Schulungen, Trainings sowohl in kaufmännischer und strategischer Hinsicht, als auch durch zertifizierte Ausbildung für Technologien und Produkte, stark zu machen. Denn nur Mehrwerte wie diese bringen ihn in seinem Geschäft langfristig voran«, so Padberg.

»Ein Gutschein, oder ein Bundle, bei dem der Reseller eine Kamera geschenkt bekommt, hilft dem Partner langfristig doch gar nichts!« PiE wolle weiterhin in den Channel investieren, »Strohfeuer sind nicht unsere Sache und entsprechen nicht unserer Haltung. Denn wir sind überzeugt, dass wir als Gesellschaft nur dann eine Chance haben, wenn wir wieder Werte leben, statt Gier«, wettert der PiE-Chef.

Trainings und Zertifizierungen führt PiE als einziger TK-Distributor in der hauseigenen Akademie mit eigenen Fachkräften durch. Die Trainingsleiter kommen aus der Praxis, denn sie betreuen die technische Hotline und arbeiten – sofern vom Partner gewünscht – vor Ort bei Analysen und Installationen mit.

Um ihre Ausbildungskosten zu senken, können Reseller ihren Status aus dem 2006 gestarteten PiE-Bonusprogramm heranziehen. Dabei gilt grundsätzlich: je höher der mit Partners in Europe realisierte Jahresumsatz, desto höher der Bonus und desto geringer die Teilnahmegebühren. Das nur für autorisierte Partner zugängliche Internetportal bietet neben Informationen zu Herstellern, Technologien und Fragen zur Technik auch Marketingmaterial vor allem eine Diskussionsplattform, an der sich PiE aktiv beteiligt. Hilfe finden Reseller in diesem Forum zu Fragen rund um IT und TK dort auch im rund 40.000 Fachbegriffe umfassenden ITK-Lexikon. Zu den Begriffen finden sich ausführliche Erläuterungen. Partner können sämtliche Daten daraus auch nutzen, um beispielsweise Werbeflyer zu erstellen.

XNereus belebt Managed-Services-Geschäft

Mit der webbasierten Appliance X-Nereus stellt PiE seinen Fachhändlern seit Beginn 2008 außerdem eine selbst entwickelte Lösung zur Verfügung, die rund um die Uhr alle VoIP-kritischen Komponenten und Parameter im Netz analysiert, überwacht und reportet. Der Endkundenpreis liegt je nach Ausbaustufe unter 2.000 Euro. Remote bedienbar eröffnet die von Siemens und Alcatel zertifizierte Appliance IT- und TK-Händlern außerdem einen sicheren, schnellen Zugang zum Service-Geschäft. »Managed Services erweisen sich für unsere Partner vor allem im Mittelstandsbereich als lukrative Möglichkeit zur Wertschöpfung. Denn es sorgt zum einen für neue Ertragsquellen und zum anderen für eine engere Kundenbindung«, merkt PiE-Marketing-Chef Klaus Berand an. Die Anzahl der Unternehmen, die Reseller hierzulande mit dieser Lösung adressieren könnten, liege im höheren sechstelligen Bereich, schätzt Berand.

Bundesweites Händlernetz

Die von PiE ins Leben gerufene »Service-Partner-Community« bietet Fachhändlern die Möglichkeit, im Verbund mit Partnerunternehmen bundesweit flächendeckende Projekte abzuwickeln. »Gerade bei Voice-over-IP-Projekten geht es häufig darum, eine Vielzahl weit voneinander verstreuter Filialen oder Vertriebsmitarbeiter mit der Zentrale zu vernetzen und in den Außenstellen die dazu nötigen Installationen vorzunehmen«, so der PiE-Vorstand. Um an der »Service-Community« teilzunehmen, reicht es allerdings nicht, ein detailliertes Profil mit den eigenen Qualifikationen und Zertifizierungen zu hinterlegen. »Wir haben mit den 20 Pilotpartnern feste Spielregeln definiert, an die sich alle halten müssen«, erklärt Padberg. Darin ist unter anderem Kundenschutz ebenso geregelt wie Verrechnungssätze und Abrechnungsmodalitäten.

Wie PiE-Vorstand Michael Padberg die Zukunft von Siemens SEN beurteilt, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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