Softwaredistributor ab 1. September aktiv am Markt

Guido Wöhrlin-Braaz gibt Gas bei der „neuen“ Trademail

07.09.2010 | Redakteur: Harry Jacob

Ausblick aufs Portfolio

Für Hersteller aus dem Kernportfolio wird Trademail langfristig selbst Schulungen und Zertifizierungen anbieten. Zu den Herstellern, mit denen Trademail künftig intensiver zusammenarbeiten will, gehören derzeit:

  • XT Commerce
  • Franzis
  • Softengine
  • Gotomaxx
  • Bitdefender
  • Mastersolution
  • Docketport
  • Paragon
  • Techsmith.

Mit den beiden letztgenannten bestehen derzeit nur indirekte Distributionsbeziehungen. Das Gesamtportfolio ist allerdings schon jetzt sehr viel breiter. Microsoft, Adobe und Co. sind vertreten, auch Entertainment-Hardware findet sich im Online-Shop von Trademail. Zu SaaS hat der Trademail-Chef eine klare Meinung: „An SaaS kommt heute keiner mehr vorbei. Aber als alleiniges Standbein taugt es nicht, denn das klassische Lizenzgeschäft wird weiterlaufen. Trademail werde im SaaS-Bereich kein eigenes Hosting anbieten, sondern vermittelnd und beratend tätig werden, so dass Reseller entweder selbst als Hoster auftreten können oder die vom Hersteller gehosteten Lösungen vertreiben können.

Derzeit umfasst das Unternehmen sechs Mitarbeiter, verteilt auf die Zentrale in Bonn, die sich um Marketing und Kundenentwicklung kümmert, sowie auf den Standort Offenburg, wo der „passive Vertrieb“ sitzt, also die Beratungsspezialisten. Auch wenn die Offenburger Adresse – Goldgasse 34 – an die Trade-Up-Zeiten, einer der Vorgänger der alten Trademail erinnert: es sind neue Räumlichkeiten in dem riesigen Gebäude, die die heutige Trademail belegt. Die IT-Systeme hat Wöhrlin-Braaz komplett neu aufgebaut, um zukunftssicher agieren zu können. Und er hat noch viel vor.

Gute Aussichten

So soll die Mannschaft kontinuierlich wachsen, bis Jahresende könnten es schon 10 Mitarbeiter sein. Für das kommende Jahr bereitet er eine Vor-Ort-Unterstützung der Fachhandelspartner vor – ähnlich dem Konzept, das in der Vergangenheit unter dem Namen „Tradeforce“ bekannt war.

Angst als quasi „neuer Player“ sich nicht im Markt behaupten zu können, hat Guido Wöhrlin-Braaz nicht. „Ich kenne die Branche sehr gut. In den vergangenen Monaten haben wir die Kontakte zu Herstellern und Kunden ausgebaut und dabei viel positive Resonanz bekommen. Ein kompaktes, aufeinander abgestimmtes Sortiment, ein tiefes Produktwissen und Flexibilität bei der Beschaffung wie beim Umgang mit den Partnern verschaffen uns erhebliche Vorteile gegenüber den Distributionsriesen“, gibt sich der Trademail-Chef selbstbewußt.

Zur Person: Guido Wöhrlin-Braaz

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