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Storage-Distributoren treiben Virtualisierung voran

23.04.2007 | Redakteur: Regina Böckle

Value-Added-Distributoren entpuppen sich im Storage-Umfeld einmal mehr als echte Trendsetter. Denn über den Verkauf von Speicher-Hardware hinaus haben sie frühzeitig die Möglichkeiten der Storage-Virtualisierung erkundet. Da auf Anbieterseite noch Standards fehlen, ist das Know-how der VADs stärker denn je gefragt.

»Der Schulterschluss zwischen Servern und Storage kann gar nicht eng genug sein«, weiß Sonja Reindl-Hager, Regional Marketingmanagerin bei VMware. Doch Fachhandelspartner und Endkunden seien für diesen Schulterschluss oft noch nicht genug sensibilisiert.

Das sollte sich ändern, findet die VMware-Managerin und ist sich darin mit ihren Kollegen von Storage-Spezialist Network Appliance (NetApp) und Value-Added-Distributor DNS einig. Denn viele Firmenkunden suchen nach einer Möglichkeit, sowohl ihre virtualisierten Server- als auch Storage-Systeme zentral zu managen.

Alle in diesem Umfeld relevanten Hersteller entwickeln derzeit zwar mit Hochdruck entsprechende Tools, doch so lange diese noch nicht verfügbar sind und herstellerübergreifende Standards fehlen, können Systemhäuser bei Projekten nur auf ihr eigenes Wissen bauen – oder auf das Know-how ihrer Distributionspartner zurückgreifen.

Erneuern mit Bestand

Hilfreich ist der Support durch die VADs besonders dann, wenn es gilt, bestehende Komponenten in ein Speicherkonzept zu integrieren, das aktuelle Virtualisierungs-Technologie einbindet und somit einen radikalen Bruch mit dem bisherigen Modell erfordert.

Der VAD unterstützt seine Partner in der Regel schon bei Analyse und Dokumentation der vorhandenen Speicherlandschaft und hilft bei der Definition dessen, was die neue Lösung einmal können soll. Hier ist herstellerübergreifendes Know-how gefragt, denn nicht unbedingt stammen Altsystem und neue Technologie von ein und demselben Anbieter.

Die Frage, ob und wie die bunt zusammengewürfelten Komponenten miteinander funktionieren, lässt sich entweder im stationären Labor des VADs testen, oder mit Hilfe eines mobilen Storage-Labors, wie es beispielsweise Azlan, Bell Microproducts, Eld und Magirus zur Verfügung stellen.

Hier werden Kompatibilität, Funktionstüchtigkeit und Skalierbarkeit des Gesamtsystems geprüft und im so genannten »Proof of Concept« bestätigt. Die meisten VADs bieten außerdem Demo-Geräte an und stellen auch sehr schnell den Kontakt zum passenden Ansprechpartner beim Hersteller her.

Know-how vermitteln

Fehlt dem Partner das Know-how oder die nötige Zertifizierung, um eine Lösung beim Kunden zu installieren, kann der VAD einspringen. Das versetzt Systemhäuser in die Lage, ihren Kunden eine individuelle Lösung mit der nötigen Kompetenz anzubieten, ohne sofort in Vorleistung gehen zu müssen. Die Zertifizierungs- und Trainingsangebote der VADs sind weit gefächert. Virtualisierungs-Workshops erläutern anhand konkreter Projektabläufe das vertriebliche Vorgehen und vermitteln Tipps, welche Virtualisierungs-Lösungen sich eignen.

Finanzierungshürden ebnen

Schrecken den Endkunden die hohen Kosten für ein neues Speicherkonzept ab, ist zu klären, ob das Projekt etappenweise realisierbar ist. Hier bieten die meisten VADs findige Finanzierungshilfen an. Sie reichen vom Leasing bis hin zu Projektkonten.


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