Intels Vorstoß mit Business Exchange lässt Channel links liegen

Das sagt der Handel zu Intels Software-Portal

10.06.2009 | Redakteur: Regina Böckle

Hans Staudte, Geschäftsführer Trademail Distribution

Wie bewerten erfahrene Software-Systemhäuser und -Distributoren Intels jüngste Initiative, über einen eigenen Online-Shop Software für Unternehmenskunden zu vertreiben? IT-BUSINESS hat sich im Channel umgehört.

Hans Staudte, Geschäftsführer Trademail Distribution

Die Initiative von Intel zeigt, dass der Software-Markt noch Potenzial hat und von vielen als Wachstumsmarkt gesehen wird. Wir glauben nicht, dass damit der klassische Channel an Bedeutung verliert. Den Endkunden, insbesondere den kleinen und mittelständischen Unternehmen, ist eine professionelle Betreuung aus einer Hand sehr wichtig. Diese kann nur das klassische Systemhaus oder der Fachhändler vor Ort bieten.

William Geens, Geschäftsführer Prianto

William Geens, Geschäftsführer Prianto
William Geens, Geschäftsführer Prianto

Der Shop kann die Expertise von Fachhändlern nicht aushebeln. Intel hat die Power und den Namen, den Shop erfolgreich zu machen. Der Shop ist noch in einer frühen Phase und wird sich inhaltlich sicher noch verbessern müssen. Dennoch spricht er nur ein Teilsegment des Marktes an. Hersteller müssen sich darüber bewusst sein, welche Channel-Strategie sie verfolgen. Wenn die Produkte im Intel Business Exchange auftauchen, müssen die Hersteller Überzeugungsarbeit leisten, dass Fachhändler die Produkte in ihrem Vertrieb forcieren – dazu muss eine Preis- und Konditionen-Politik entwickelt werden, die den Fachhandel wettbewerbsfähig macht und ihm eine entsprechende Marge lässt, um seine Beratungskosten zu decken.

Joaquim Moreira dos Santos, Geschäftsführer SOS Software

Joaquim Moreira dos Santos, Geschäftsführer SOS Software
Joaquim Moreira dos Santos, Geschäftsführer SOS Software

Aus meiner Sicht versucht Intel mit diesem Portal, Software-Anwendungen gebündelt anzubieten, die die Möglichkeiten der Dual-, Quad- und Multicore-Prozessoren nutzen. Das ist auch nötig. Denn auf neuen Dual-Core-Desktops laufen Office-Anwendungen teilweise langsamer als auf den Vorgängermodellen, weil häufig die Software nicht parallelisiert ist. Das muss sie aber sein, will man die maximalen Performance-Vorteile der Mehrkern-Prozessoren nutzen. Die Initiative Intels, Software-Angebote zentral zu bündeln, die diese Architektur unterstützen, ist daher verständlich. Es wäre aber eine gute Sache gewesen, wenn Intel diese Sammlung nicht über einen eigenen Webshop angeboten, sondern den Channel mit eingebunden hätte. Es ist einfach schade, wenn Hersteller hier direkt mitmischen.

Wie die Software-Distributoren ISPD und 8Soft die Situation einschätzen, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

Inhalt des Artikels:

»1 »2 »3 nächste Seite


Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2022115)

IT-BUSINESS Newsletter-Vorschau
Zum Beispiel-Newsletter

Abonnieren Sie den täglichen Newsletter IT-BUSINESS Today!

Sie erhalten kostenlos und pünktlich jeden Morgen und Mittag die aktuellsten News, Hintergründe und Personalien aus dem IT-Markt.

>> Hier geht es weiter zur Registrierung