Zusatz-Geschäft im Printer-Umfeld generieren

Wie Reseller mit Managed Printing Services punkten können

01.12.2010 | Redakteur: Regina Böckle

Marcus Hammann ist Business Unit Leiter Printer & Supplies bei Tech Data.

Kaum ein Unternehmen weiß, wie viel Geld es für Druck- und Dokumenten-Management ausgibt. Trotzdem soll gespart werden. Managed Printing Services (MPS) können hier die Lösung sein – und eine Chance für Vertriebspartner, wie Marcus Hammann, Business Unit Leiter Printer & Supplies bei Tech Data, erklärt.

ITB: Laut IDC wissen 90 Prozent der Unternehmen nicht, wie viel sie für Druck- und Dokumentenmanagement ausgeben. Gleichzeitig wollen alle an diesen Kosten irgendwie sparen. Managed Printing Services sollen hier die Lösung bringen. Weshalb?

Hammann: Mittels Managed Printing Services, kurz MPS, lässt sich die komplette Output-Landschaft analysieren. Damit lässt sich ermitteln, wie hoch die Gesamtkosten des Unternehmens in diesem Bereich tatsächlich sind – angefangen von der Beschaffung, über Service und Wartung bis hin zum falschen Umgang mit den Produkten. Hier summieren sich die Kosten. Mit MPS können Fachhandelspartner obendrein genau ermessen, an welchen Stellen ihre Kunden Kosten sparen können – und zwar unabhängig von der eingesetzten Hardware, das ist ein ganz wichtiger Punkt.

ITB: Jedes Unternehmen hat andere Anforderungen – deshalb müssen diese MPS-Angebote auch individuell zugeschnitten sein. Gibt es hier dennoch Standard-Lösungen, die ein Dienstleister quasi von der Stange anbieten kann?

Hammann: Ja, denn jeder Hersteller bietet zwar individuelle Lösungen an – abhängig von der Kundengröße, die aber wiederum auf unterschiedlichen, fertigen Bausteinen beruhen. Vor Ort beim Kunden geht es immer um die einzelnen Stellplätze, die er im Einsatz hat. Hinzu kommen die Hersteller-Programme, die das gesamte Spektrum an Consulting-Leistungen bis hin zu kompletten Output- und Outplacement-Lösungen reichen.

ITB: Welche Anforderungen muss ein vollständiges MPS-Angebot überhaupt abdecken?

Hammann: Das lässt sich so ganz pauschal nicht beantworten. Das hängt immer von den ganz individuellen Anforderungen und dem gewünschten Nutzen des Kunden ab – und darin steckt der Kern des MPS. Die Analyse der bestehenden Landschaften ist der erste Schritt. Auf dieser Basis lässt sich dann ermessen, wo das Potenzial zur Kosten-Optimierung für den Kunden steckt. Wichtigste Voraussetzung für erfolgreiche MPS-Projekte ist eine sehr enge Kunden-Beziehung, denn es gilt, seine Output-Landschaft mit allen Prozessen in aller Tiefe zu analysieren.

ITB: Lohnt es sich für einen Kunden immer, MPS-Lösungen zu nutzen, oder gibt es hier bestimmte Schwellenwerte bei der Unternehmensgröße?

Hammann: Es gibt keine echte, feste Kenngröße, sondern eher einen Volumen-Ansatz: Wie viele Seiten werden auf den jeweiligen Druckern oder Multifunktionsgeräten des Unternehmens pro Tag oder Monat gedruckt? Davon hängt es ab, ob es sich lohnt, ein Managed Printing System ins Auge zu fassen.


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