03.12.2007 | Redakteur: Regina Böckle
Was bei Systemhäusern und Fachhändlern am Ende des Jahres in der Kasse bleibt, hängt nicht allein von ihrer Geschäftstüchtigkeit ab, sondern auch erheblich davon, wie gut das Zusammenspiel mit den Lieferanten tatsächlich während des gesamten Jahres funktioniert. IT-BUSINESS fragte bei Killus-Geschäftsführer Nicolas Wild nach, was sich das Unternehmen von Herstellern und Distributoren für´s Jahr 2008 am dringendsten wünscht.
Sehr geehrter Herr Wild,
spätestens wenn die Winterreifen aufgezogen sind und die Scheibenkratzer griffbereit im Auto liegen, naht für den ITK-Handel die beste und zugleich Nervenaufreibendste Zeit des Jahres: das Weihnachtsgeschäft. Privatverbraucher machen sich auf die Jagd nach verborgenen Schätzen, Firmenkunden erinnern sich plötzlich an längst überfällige Software-Updates, prüfen Abschreibungslisten und durchforsten ihr IT-Budget. Je größer die Wünsche der Kunden, desto fröhlicher klingeln die Kassen – möchte man meinen.
Doch was am Ende in der Kasse von Systemhäusern und Fachhändlern bleibt, hängt nicht allein von ihrer Geschäftstüchtigkeit und den Kundenwünschen ab, sondern auch von der Zusammenarbeit mit ihren Lieferanten übers Jahr hinweg.
Bislang habe ich noch keinen Partner getroffen, der hier wunschlos glücklich wäre. Was sind Ihre größten Anliegen, die Sie Herstellern und Lieferanten für das kommende Jahr ans Herz legen möchten? Vielleicht kann Ihre eMail dazu beitragen, Ihre und auch die Wünsche vieler anderer Systemhäuser wahr werden zu lassen.
Mit gespannten Grüßen
Regina Böckle
Leitende Redakteurin IT-BUSINESS
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Sehr geehrte Frau Böckle,
Die Zusammenarbeit von Handel mit Distribution und Hersteller hat sich in den letzten Jahren bereits vielschichtig gewandelt. Gute Distributoren übernehmen zahlreiche Kompetenzen der Hersteller. Produktberatung beispielsweise scheint vielen ein Fremdwort zu sein. Schade eigentlich, denn manch Marktführer präsentiert seine Produkte nicht einmal auf einer schnell erreichbaren Webseite. An Treiber-Downloads gar nicht zu denken...
Was Distributoren bereits offenkundig als »Mehrwert« erfasst haben, bleibt bei Herstellern weit im Hintertreffen. Ob der Fachhandel noch als erste Wahl des Vertriebsweges gesehen wird, ist bei der Preispolitik ernsthaft fraglich. Es wäre wünschenswert, dass zumindest Distributionspreise nicht höher angesiedelt werden als Endkundenpreise im Netz.
So hätte der Endkunde die Wahl des Lieferanten, und guter Fachhandelsservice wirkt sich auch auf das Image des Herstellers aus. Distribution und Hersteller sind gleichermaßen gefordert eine Lösung zu erarbeiten. Dies dürfte im Sinne des gesamten Fachhandels sein.
Mit freundlichen Grüßen
Nicolas Wild
Geschäftsführer Killus Computersysteme GmbH
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