Einkaufsoptimierungssysteme in aller Munde

Markttransparenz durch Preisvergleich und Lieferauskunft

28.11.2007 | Redakteur: Sarah Maier

Ein Einkaufsoptimierungssystem sorgt für Markttransparenz und kann helfen, Geld und Zeit zu sparen.

Fast jede Kooperation besitzt eine Online-Beschaffungsplattform, die einen Preisvergleich über die verschiedenen Lieferanten ermöglicht. Bei Ad-fontes, A Eins und IT-Scope muss man kein Verbundsmitglied sein, um von solch einem System zu profitieren.

Online-Bestellsystem, Einkaufsoptimierungssystem, oder Beschaffungsplattform – viele Namen für ein und dasselbe. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, einen schnellen und einfachen Zugriff auf Produktdaten, Preise und Verfügbarkeit in der Distribution zu ermöglichen. Zu den bekanntesten Systemen zählen »Egis« von der Kooperation Synaxon, »Tradersguide« vom Systemhausverbund Comteam, »COP Compare and Procure« des Herstellers Ad-fontes, »Marketviewer« von IT-Scope und »21stMall« von A Eins.

Während Egis und Tradersguide nur Kooperations-Mitgliedern zugänglich sind, können von den anderen alle Fachhändler profitieren. Der Grundaufbau ist immer der gleiche: Möglichst viele Hersteller und Lieferanten werden über Schnittstellen mit dem System verbunden. Statt also überall Preis und Verfügbarkeit einzeln abzufragen, bekommt der Händler das Suchergebnis gleich in einer Übersicht zusammengefasst – das spart Zeit, und wenn man den günstigsten Anbieter findet, auch Geld. Die individuellen Lieferkonditionen eines Händlers werden dabei berücksichtigt.

Durch den Einsatz am Point of Sale kann der Händler dem Kunden schnell und kompetent Auskunft über den gewünschten Artikel sowie mögliches Zubehör geben. Das wiederum steigert die Wettbewerbsfähigkeit.

COP als Einkäufer-Tool

Ad-fontes bietet mit »COP« eine Einzelplatz- und Client-basierte Netzwerklösung. Die Single-Version kostet 69, eine Fünf-User-Netzwerkversion 99, bei zehn Usern 149 und bei 25 Usern 199 Euro pro Monat. Die Artikel-Daten werden dabei von dem holländischen Partner Icecat geliefert. Sollen die Daten von DCI geliefert werden, schlägt das mit weiteren 49 Euro im Monat zu Buche. Zusätzliche, einmalige Kosten können entstehen, wenn beispielsweise das Datenblatt-Design an den Webshop des Händlers angepasst werden soll oder es noch einer besonderen Schnittstelle zum Warenwirtschaftssystem bedarf.

COP lädt automatisch täglich die aktuellen Artikel-Daten der Distributoren, für die Lieferverfügbarkeit muss der Einkäufer dann noch die Realtime-Abfrage betätigen. Um Dubletten im System zu vermeiden, setzt Ad-fontes auf manuelle Nachbearbeitung der Daten. »COP ist ein Einkäufer-Tool und deshalb nicht so sehr auf den Endkunden ausgelegt«, erklärt Arnd Villwock, Geschäftsführer von Ad-fontes. »Unsere Partnersysteme haben diverse Marketing-Einbindungen, für COP ist allerdings eine Angebot-Erstellungs-Funktion geplant.«

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