BMW-Großprojekt gescheitert

Arxes entlässt ein Drittel seiner Mitarbeiter

17.08.2007 | Redakteur: Sarah Maier

Arxes-Chef Hans-Jürgen Bahde entlässt 170 Mitarbeiter.

Bei den jüngsten Geschäftszahlen verbuchte der IT-Dienstleister Arxes ein negatives Ergebnis. Ein wesentlicher Grund hierfür ist ein fehlgeschlagenes Projekt mit BMW. Nun trennt sich das Unternehmen von rund 170 Mitarbeitern.

Gerade elf Wochen im Amt, muss sich der Geschäftsführer von Arxes, Hans-Jürgen Bahde, mit Krisenmanagement beschäftigen. Anfang des Monats hatte der IT-Dienstleister seine Prognose für die Jahresbilanz korrigiert und geht jetzt von einem negativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von minus 1,4 Millionen Euro aus. Einen wesentlichen Teil des Verlustes macht laut Unternehmensangaben ein gescheitertes Projekt mit BMW aus.

April vergangenen Jahres präsentierte Arxes den größten Service-Auftrag seiner Geschichte: BMW legte die Verwaltung der kompletten Hardware aus dem Supportcenter für die Dauer von drei Jahren in die Hände des Dienstleisters. Dieser stellte für die Betreuung der 36.000 Endgeräte zusätzliche Mitarbeiter ein.

Nun heißt es jedoch, dass der Vertrag frühzeitig, noch im Laufe dieses Jahres, beendet wird. Wie es in einer Unternehmensmeldung heißt »streben die Parteien eine einvernehmliche Lösung an« – einig ist man sich demnach keinesfalls. Genauere Auskünfte gibt es hierzu derzeit nicht.

Als Konsequenz sieht sich der Arxes-Vorstand gezwungen, Personalmaßnahmen zu ergreifen. Für 170 der 780 Beschäftigten bedeutet das die Entlassung.


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