Kundenberatung

Der Weg zur mobilen Datenkommunikation – WLAN, UMTS oder Wimax?

18.05.2007 | Redakteur: Sarah Maier

Noch weist jedes der drei Netze Lücken auf.

Der mobile Zugriff auf Daten ist aus dem Geschäftsleben nicht mehr wegzudenken. Dabei sind die Verbindungsmöglichkeiten vielfältig: WLAN, UMTS und künftig auch Wimax stehen als DSL-Ersatz zur Verfügung. Der Endkunde verliert dabei leicht den Überblick. Beratung durch den Handel ist gefragt.

Ob vom Flughafen, dem Café oder aus dem heimischen Garten ins Internet – mobil sein heißt das Motto. Businesskunden wollen schnell in das Firmennetz, Reisende Auskunft über die nächste Zugverbindung, Studenten ihr Wissen austauschen. Die Motive der Kunden sind verschieden. Für wen welche Verbindung am besten geeignet ist, da ist der Fachhandel gefragt. Technisch gesehen geht es bei den mobilen Verbindungen um Funkfrequenz und Bandbreite. Für den Kunden zählen jedoch nur Verfügbarkeit und die Geschwindigkeit der Datenübertragung.

Am bekanntesten dürfte die Einwahl mobiler Endgeräte über WLAN und UMTS sein. Künftige Konkurrenz könnte Wimax werden. Die Lizenzen für diesen Übertragungsweg wurden Ende 2006 versteigert, nun geht es an den Netzausbau. Mit der Zulassung haben die begünstigten Bieter die Pflicht übernommen, bis zum Jahr 2009 15 Prozent und bis 2011 ein Viertel aller Gemeinden in den ersteigerten Regionen mit dem Funkstandard auszustatten.

Die meisten aktuellen Notebooks besitzen eine integrierte WLAN-Karte. Bei der eingebetteten UMTS-Technologie reagiert der Endkunde noch zurückhaltend, denn hierzu braucht es einen Providervertrag. Deshalb bevorzugen viele eine UMTS-Steckkarte. Wimax ist derzeit, abgesehen von wenigen Städten wie Berlin oder Leipzig, hauptsächlich stationär als DSL-Ersatz verfügbar. WLAN hat seinen Einzug vor allem in den privaten Bereich gehalten. Im Straßenraum besteht laut Breko, dem Bundesverband für Breitbandkommunikation »eher ein Flickenteppich als ein Netz«. In Hotels und an Bahnhöfen würde WLAN intensiv genutzt, doch UMTS habe die größere Flächenabdeckung.

So gibt Vodafone an, 80 Prozent der Bevölkerung per UMTS mit einer Übertragungsrate von bis zu 3,6 Megabit pro Sekunde versorgen zu können. Im Frühjahr fiel der Startschuss für die zweite Ausbaustufe die per HSUPA-Technologie einen Uplink mit 7,2 Megabit pro Sekunde ermöglichen soll und schneller als ein herkömmlicher DSL-Anschluss wäre. In ländlichen Gebieten ergänzt der Anbieter sein mobiles Datenangebot durch EDGE-Technologie, somit wird eine Durchsatzrate von bis zu 236,8 Kilobit pro Sekunde erreicht.

WLAN im Ausbau

Im Gegensatz zu UMTS hat WLAN mit 54 Megabit pro Sekunde eine entschieden höhere Bandbreite. Seit kurzem hat der WLAN-Provider »The Cloud« über London sogar ein flächendeckendes Netz gespannt. Auch in Deutschland ist der Ausbau geplant, wobei dieser in erster Linie punktuell erfolgt. »Die Ballungszentren werden je nach Bedarf der Städte in den nächsten Jahren folgen«, erklärt Monika Götzmann, Marketingchefin bei The Cloud. Sie empfiehlt ein Endgerät, mit dem WLAN bei Verfügbarkeit genutzt werden kann, ohne einen separaten Vertrag für eine Datenkarte abschließen zu müssen. Der Kunde sei so flexibler. Ist es erforderlich, rät sie allerdings zu einer UMTS-Karte. »UMTS und WLAN ergänzen sich, der Kunde entscheidet hier meist nach Verfügbarkeit oder Preis«, so Götzmann.

Wimax als Konkurrenz

Noch hat Wimax den Nachteil eines späten Starts, da der UMTS-Aufbau immer weiter fortschreitet. Doch hat der Hersteller Intel schon vergangenen Herbst verkündet, dass die so genannten »Dual-Mode«-Chips für Wimax ihre Marktreife erreicht haben. Die Handy-Hersteller Nokia, Samsung und Motorola planen den Einsatz in ihren Geräten. Ende 2007 hat Intel den Einbau des Chipsatzes in Notebooks vorgesehen, trotz unzureichendem Netz.

Theoretisch sind mit Wimax Verbindungsgeschwindigkeiten von über 100 Megabit pro Sekunde möglich, und das bei 70 Kilometer Entfernung vom Sendemast. Diese Angaben beziehen sich allerdings auf ein Testfeld in der Wüste. In der Stadt verkleinert sich der Empfangsradius auf rund einen Kilometer. Außerdem bietet die Deutsche Breitband Dienste GmbH, Käufer einer bundesweiten Wimax-Lizenz, momentan maximale drei Megabit pro Sekunde. Vorerst haben also WLAN und UMTS noch die Nase vorn.


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