Outsourcing on Demand

T-Systems leistet Pionierarbeit

11.01.2007 | Redakteur: Katharina Krieg

Wie Strom aus der Steckdose“ sollen die ITK-Services von T-Systems künftig fließen. Das neue Angebot heißt dementsprechend „Dynamic Services“ und steht für ein On-Demand-Konzept par excellence, dass sich vorwiegend an den Mittelstand richtet. Von der einzelnen Anwendung bis hin zum Großrechner soll das Kundenunternehmen nach Bedarf von einem Rechenzentrum des Dienstleisters beziehen und nur die tatsächlich in Anspruch genommenen Services bezahlen.

Derzeit bietet T-Systems die Dynamic Services unter anderem für ERP-Module von SAP und Microsoft sowie für Siebels CRM-Applikationen an und stellt eine Netzverbindung zwischen Rechenzentrum und Anwenderunternehmen bereit. Als deutschen Kunden konnte T-Systems beispielsweise schon Vorwerk für dieses Dienstleistungsmodell gewinnen. Der Produzent und Händler von Haushaltswaren wickelt seinen Direktvertrieb über einen SAP Dynamic Service ab und spart nach eigenen Angaben so mindestens 30 Prozent der Betriebskosten gegenüber einer mit der Maximalauslastung kalkulierten IT-Infrastruktur. Ein Anruf bei T-Systems soll genügen um mit nur einem Tag Vorlaufzeit bis zu 50 Prozent 5mehr Leistung hinzuzuordern.

Fingerspitzengefühl gefragt

Neben dem Wegfall der Wartungsarbeiten und –Kosten für den Kunden wirbt die Telekom-Tochter mit ihrem Fach- und Branchen-Know-how, welches sich das Unternehmen dann nicht mehr selbst aufbauen muss. Gerade hier hegt der Mittelstand allerdings Skepsis. Know-how hat man gerne im eigenen Haus und mit der IT-Struktur würde man auch seine gesamten Daten aus der Hand geben. Eine von T-Systems zitierte Unternehmensberatung bezeichnet den Dienstleister mit seinem neuen Angebot auch deshalb als Pionier in Europa. Zu den Herausforderungen eines solchen Vorreiters gehört es wohl zwangsläufig, die vorhandenen Hemmungen der Zielgruppe abzubauen.

Noch Mitte September zeigte eine Studie des Marktforschungsunternehmens IDC, die gemeinsam mit T-Systems vorgestellt wurde, dass das Konzept „On Demand“ im Mittelstand noch nicht angekommen ist. Lediglich rund Prozent der 200 befragten Mittelständler gaben an, derartige Services zu nutzen, für 94 Prozent waren sie zu diesem Zeitpunkt überhaupt kein Thema. Sollte sich der Markt etwa in zwei Monaten um 180 Grad gedreht haben? „Nein“, klärt IDCs Research Director Dr. Thomas Reuner auf. „Wir haben hier schon eine gewisse Differenz zwischen Angebot und Nachfrage. Die Bedenken des Mittelstandes, seine IT aus der Hand zu geben sind noch sehr groß.“

Ausbaufähiges Geschäft

Hier dürfe man die enormen Unterschiede im Outsourcing-Verhalten zwischen den USA und Deutschland nicht außer Acht lassen. Während T-Systems hierzulande gerade erst mit den Dynamic Services startet, baut der Dienstleister in den USA derzeit ein neues Rechenzentrum um den Bedarf überhaupt decken zu können.

„Für deutsche Dienstleister ist es daher wichtig, die Hemmungen mittelständischer Unternehmen aufzugreifen und die Services dementsprechend feinfühlig zu vermarkten“, so Reuner weiter. Als ersten Schritt hat T-Systems nun eine Service-Nummer geschaltet. Unter der kostenlosen 0800-TSYSTEMS (0800 - 87 97 83 67) können sich interessierte Geschäftskunden erst einmal kostenlos beraten lassen.


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