20 Jahre Cancom

Vom Apple-Händler zum Dienstleister

20.02.12 | Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier / Sarah Maier

Cancom feierte sein 20. Jubiläum im Münchner Lenbach.
Cancom feierte sein 20. Jubiläum im Münchner Lenbach.

Cancom feiert seinen 20. Geburtstag. Begonnen hat für das schwäbische Systemhaus alles mit ein paar Macs, die die Gründer aus ihrer Studentenbude heraus verkauften. Heute generiert das Unternehmen den Löwenanteil seines Umsatzes mit Dienstleistungen.

Am 20. Geburtstag seiner Frau wurde Cancom gegründet, erinnert sich der Mitgründer und Vorstandsvorsitzende Klaus Weinmann auf der Jubiläumsveranstaltung in der Münchner In-Location „Lenbach“. Heute deckt das Produkt- und Dienstleistungsangebot das gesamte Spektrum von Beratung und Erstellung von IT-Konzepten über die Beschaffung bis hin zur Integration und Betrieb der Systeme ab.

Damals allerdings fing alles damit an, dass ein paar BWL-Studenten begannen, aus ihrer Augsburger Studentenbude heraus vor allem Macintoshs zu verkaufen. Gewinn machten sie, indem sie Macintosh-Computer von einem Händler aus Florida nach Deutschland importierten. Das war günstiger, als diese direkt bei Apple zu den deutschen Premiumpreisen zu erstehen – allerdings war dies de facto auch ein Grauimport. Hierüber machten sich die Studenten allerdings keinen Kopf.

Startkapital

Das Kapital für die Cancom-Gründung im Jahr 1992 brachte Weinmann ein, dem als Abiturient eine Börsenspekulation geglückt war. Er hatte aus 5.000 DM die stolze Summe von 50.000 DM erwirtschaften können. Sein Mitgründer, Stefan Kober, machte für den Aufbau der Firma ebenfalls sein Erspartes locker. Aus ihrer Studentenbude riefen die jungen Unternehmer Verlage und Werbeagenturen an, ob sie nicht günstige Computer brauchten. Der Preis war für viele Kreative in der Augsburger Umgebung ein unschlagbares Angebot.

Der Verkaufserfolg war so überzeugend, dass der Händler in den USA bald nicht mehr mit den Lieferungen nachkam. Auch das Problem war rasch gelöst, denn Apple gab auf Bestellungen von Akademikern 35 Prozent Nachlass. Um an diese Traum-Marge zu gelangen, brauchte es nur den Uni-Stempel auf dem Bestellformular. Da traf es sich gut, an der Universität eingeschrieben zu sein und dort auch wissenschaftliche Hilfskräfte zu kennen. Mit den entsprechenden Papieren marschierten Weinmann und Kober zu einem autorisierten Apple-Händler.

Doch Weinmann und Kober verließen sich nicht alleine auf das Geschäft mit den Macs, sondern begannen, auch Peripheriegeräte wie Monitore zu vertreiben. Die Schattenseite dieser Aktivitäten war, dass die Vorlesungsbesuche zu kurz kamen.

Kaum kam das Geschäft mit den Macs richtig in Schwung, machte Apple den Jungunternehmern allerdings einen Strich durch die Rechnung. Zum Jahresanfang 1993 dampfte Apple den Universitätsrabatt von 35 auf zehn Prozent ein. Zudem wurden weltweit die Preise für Apple-Produkte angeglichen. Über Nacht war also das Geschäftsmodell zusammengebrochen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr darüber, wie Cancom kurz vor der Pleite stand.

Ergänzendes zum Thema
Namensgebung Cancom

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