Ehemaliger Cloud-Spezialist von Microsoft ist nun bei Service Now

Arne Josefsberg: „Service Now wird zu der Cloud-Plattform.“

23.01.12 | Redakteur: Ulrike Ostler

Der neue Service-Now-CTO

Arne Josefsberg, CTO von Service Now, möchte aus den ITSM-Tools seines Arbeitgebers eine Platform für Cloud-Anwendungen bauen. (Bild: Service Now)
Arne Josefsberg, CTO von Service Now, möchte aus den ITSM-Tools seines Arbeitgebers eine Platform für Cloud-Anwendungen bauen. (Bild: Service Now)

Die Company wächst zudem rasant, indem es die Einnahmen jährlich verdoppelt. So wurde die Company 2011 vom Wall Street Journal zum zweiten Mal in Folge als „Next Big Thing“ bezeichnet. Unternehmensgründer Luddy erwartet, dass sein Unternehmen in den kommenden Jahren auch eine Milliarde Dollar pro Jahr einnehmen kann.

Solch ein Erfolg zieht wiederum bekannte Köpfe der IT-Branche an. Dazu gehört auch Arne Josefsberg, der neue Chief Technology Officer (CTO, der einen Master-Abschluss im Fach Physik der des Lund Institute of Technology, Schweden, voweisen kann. Dieser arbeitete zuvor bei Microsoft.

Was haben Sie bei Microsoft gemacht?

Arne Josefsberg: Ich war 26 Jahre lang bei Microsoft beschäftigt, immer im Online-Geschäft. Der erste Online-Service dort war MSN. Zuletzt habe ich in der Azure-Devision von Microsoft gearbeitet und im Projekt Office 365, war General Manager of Infrastructure Services in Global Foundation Services.

Warum wechseln Sie zu Service Now, einem vergleichsweise kleinen und unbekannten Unternehmen?

Arne Josefsberg: Es war einfach Zeit und der richtige Zeitpunkt, jetzt, da Service Now noch nicht überwältigend groß ist. Als ich zu Microsoft wechselte, war ich zuvor bei Intel in der CPU-Entwicklung beschäftigt. Viele meiner Bekannten haben damals gezweifelt, ob das wohl die richtige Entscheidung war.

Im Vergleich zu Intel war Microsoft eher schmächtig. – Nicht, dass ich erwarte, das Service Now vergleichbare Dimensionen annimmt, doch ... Es fühlt sich an, wie in meiner ersten Zeit bei Microsoft.

Als neuer CTO wollen Sie die Service-Now-Produkte verändern. In welche Richtung soll das gehen?

Arne Josefsberg: Jetzt bietet Service Now IT-Management. Doch künftig werden die Service-Now-Module eher eine Plattform für Anwendungen und Cloud-Dienste sein.

Warum das?

Arne Josefsberg: Das ist keine Entscheidung, die aus dem Himmel fällt oder eine einsame Entscheidung der Unternehmensspitze. Nein. Vielmehr sind es unsere Kunden, die die Service-Now-Produkte derart „missbrauchen“. Die Kunden haben, nicht unbedingt durch das Zutun von Service Now entdeckt, dass sich auf der Basis der Dienste, schnell und flexibel neue Geschäftsanwendungen entwickeln lassen. Bei uns war man geradezu erschrocken, wofür die Software sich schon heute eignet. Es gibt bereits ganz neue Software, die sich auf Service-Now-Module daraufpflanzt.

Welche Herausforderungen müssen Sie für Service Now lösen?

Arne Josefsberg: Die Sofware hat den Vorteil, dass sie bereits für die Cloud gebaut ist, ganz im Gegensatz zu dem Angebot von BMC beispielsweise. Sie ist ganz das Verdienst von Fred Luddy, der als er Remedy verließ, eine ganz neue Generation von Software-Tools im Sinn hatte. Seither hat sich die Software organisch weiterentwickelt, stark orientiert an den Bedürfnissen der Kunden.

Doch das Management von Prozessen und Workloads aus der Cloud geht weit über IT-Management hinaus. Der nächste große Schritt muss sich somit darum kümmern, wie die Software selbst schnell skalieren kann, aber vor allem auch die IT und das Geschäft der Kunden. Sich in der Cloud zu bewegen, bedeutet für alle Beteiligten, dass Entwicklungen schnell vonstatten gehen können und können müssen.

Meine Aufgabe besteht somit in der Schaffung der dafür richtigen Architektur. Und damit stehen tatsächlich große Veränderungen an. Die Veränderungen, die an der Sercice-Now-Software für die jetzige „Gen II“-Architektur vorgenommen wurden, zielten auf die Verbesserung hinsichtlich horizontaler Skalierbarkeit. Das betrifft Themen wie das Datenbank-unabhängige Failover und gespiegelte Rechenzentren.

Im Sommer dieses Jahre wird Service Now jedoch bereits die dritte Generation seiner Software beziehungsweise seiner Services vorstellen können.

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