Interview mit Geschäftsführer und Virtualisierungs-Chef Roland König

Bechtle enthüllt das Geheimrezept für Virtualisierung und Cloud Computing

20.05.2011 | Redakteur: Regina Böckle

Roland König ist Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsfelds Virtualisierung bei der Bechtle AG.

Die Bechtle AG hatte einst den Ruf des konservativen Katalog-Versenders. Das Unternehmen ist diesem Image längst davongeeilt. „Bei der Virtualisierung ist das Haus nicht nur innovativ, sondern auch Vorreiter“, sagt Bechtle-Geschäftsführer Roland König und erklärt, weshalb.

ITB: Es gibt praktisch keine Auszeichnung eines Herstellers im Virtualisierungs-Bereich, die Sie noch nicht erhalten haben. Was ist das Geheimrezept dieses Erfolgs?

König: Es ist zum einen die Kombination vielfältiger Dienstleistungen für den Kunden und die starke regionale Verankerung. Ein weiterer Grund ist, dass wir unsere Kunden hersteller-neutral beraten. Wir entwickeln Lösungen, die exakt auf die individuellen Kundenanforderungen zugeschnitten sind. Dafür haben wir alle wesentlichen Anbieter im Portfolio.

ITB: Wie gehen Sie vor, um beim Kunden ein potenzielles Virtualisierungs-Projekt auszuloten?

König: Zuerst führen wir eine Bedarfsanalyse durch. Dann folgen Workshops mit dem Kunden.

ITB: Nutzen Sie dabei auch die von den Virtualisierungs-Herstellern angebotenen Kapazitäts-Planer?

König: Wir nutzen den Capacity-Planner häufig, um die Historie beim Endkunden zu analysieren. Die meisten Rechenzentren sind nur zu 60 Prozent ausgelastet, weil die Verantwortlichen ihrem Bauchgefühl folgend sagen: „Wir brauchen noch Luft nach oben.“ Mit dem Capacity-Planner wird sichtbar, dass sich die Auslastung locker auf 72 Prozent hochfahren lässt. Hier setzen wir an, denn darin steckt das Einsparpotenzial.

ITB: Wie sieht der nächste Schritt aus?

König: Wir diskutieren intensiv über die Prozesse. Zum Beispiel anhand der Frage: „Was kostet Sie ein Postfach?“ Denn genau diese Art von Fragen wird der CFO dem CTO stellen. Der nämlich hat einen neuen Wettbewerber bekommen: den externen Dienstleister oder Provider. Folglich muss er in der Lage sein, Leistungen und Kosten transparent darzustellen, um bestehen zu können. Ein hybrides Modell, also die Mischung aus hausinternem Management und extern bezogenen Diensten ist für den Endkunden sowohl aus kaufmännischer Sicht als auch im Hinblick auf den IT-Verwaltungsaufwand die günstigste Lösung. Sie bereitzustellen erfordert vom Systemhaus ausgeprägtes Expertenwissen und die Bereitschaft zu permanenter Investition in Qualifikation und Technik. Das haben wir getan – im Übrigen etwas, das sich nicht binnen weniger Quartale schaffen lässt, das muss wachsen.

ITB: Welche Rolle spielt an diesem Punkt das Bechtle Competence Center?

König: Es ist ein weiteres, wichtiges Element unseres Erfolgs: Endkunden nehmen sich im Schnitt vier bis fünf Stunden Zeit, um sich in verschiedenen Szenarien live zeigen zu lassen, was Citrix, Microsoft oder VMware leisten. Der Vergleich ist sehr wichtig. Deshalb versuchen wir, möglichst viele Anwendungen und Service-Anforderungen zu integrieren, um eine große Vielfalt an Szenarien im Produktivbetrieb zeigen zu können. Das stellt unsere Mannschaft vor enorme Herausforderungen, aber es lohnt sich.

Weshalb und wie sich die Vorstellungen des Kunden nach dem Besuch des Competence-Centers ändern, erläutert Roland König auf der nächsten Seite.

Bechtle: Competence Center und Auszeichnungen


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