Es begann mit günstiger individueller Software für Microcomputer

Das Erfolgsrezept von Pass Consulting wird 30

02.05.2011 | Redakteur: Sarah Maier

Gerhard Rienecker, Gründer und Vorsitzender der Geschäftsleitung der PASS Consulting Group

Pass Consulting gibt es als Strategie-Berater seit 30 Jahren am Markt. Grund genug für IT-BUSINESS, den Gründer und Vorsitzenden der Geschäftsleitung, Gerhard Rienecker, nach seinem Erfolgsrezept zu befragen.

ITB: Sie haben vor 30 Jahren direkt nach dem Studium Pass gegründet – welche Gründungsidee hatten Sie?

Rienecker: Schon während meines Studiums habe ich Software für den Mittelstand auf sogenannten Microcomputern geschrieben. Dies führte konsequenterweise zu meiner Diplomarbeit, die den Einsatz von Mikrocomputern, den ersten PCs, in einer betrieblichen Organisation zum Thema hatte. Schließlich hatte ich die Idee meine bisherigen Lösungen zu komponentisieren und in den Markt mit dem Angebot einzutreten, individuelle Lösungen auf der Basis wieder verwendbarer Komponenten zum Preis von Standard-Software anzubieten. Ein Geschäftsmodell, das heute mehr denn je Gültigkeit hat - allerdings eher für Großkonzerne. Es hat den Zusatzeffekt, dass wir meistens kostengünstiger als Standardsoftware sind, weil wir durch generative Ansätze und Architekturen sowie durch vertikale und horizontale Komponenten die Lösungen für unsere Kunden über einen Application Composer konfigurieren.

ITB: Anfang des neuen Jahrtausends hat sich Pass ein neues Profil gegeben. Welche Veränderungen in der Unternehmensstrategie gab es?

Rienecker: In den 80er und 90er Jahren ist Pass stark im Projektgeschäft und Consulting-Bereich gewachsen. Ab dem Jahr 2000 kamen zusätzlich die Geschäftsfelder Forschung, Software und Service hinzu. Wir fingen an, im Forschungsgeschäft unseren Kunden die zu erwartende Wertschöpfung neuer Technologien zu erschließen und anhand von Markt-Screenings Best-Practices und Handlungsoptionen aufzuzeigen. In diesem Segment hat Pass bisher fünf Bücher herausgegeben. Außerdem verfügen wir über ein umfangreiches Studienprogramm, das wir zyklisch abwickeln. Im Software-Geschäft haben wir aus unseren über Jahre gewachsenen Komponenten SolutionPackages vorkonfiguriert, die unsere mittelständischen Kunden lizenzieren können. Hier sind wir mit zwei Packages Marktführer in Deutschland nach der Anzahl Installationen. Eines unserer Lösungspakete läuft mittlerweile in 58 Ländern der Welt. Im Servicegeschäft bieten wir aus zwei Datacentern unsere Packages als Software as a Service an – quasi, Software aus der Steckdose. Mit diesem Produkt können KMUs vermeiden überschüssige Lizenzen im Keller liegen zu haben. Sie erhalten und zahlen nur, was sie wirklich brauchen und vermeiden dadurch Investitionsleichen.

ITB: Sie verstehen sich als Marktführer im Bereich der Entwicklungsproduktivität. Können Sie mir das bitte genauer erläutern?

Rienecker: Diese Produktivität wird durch unseren Application Composer realisiert, der wiederum auf Komponenten und Architekturen aus unserem Repository zurückgreift. Diese Komponenten prägen jede beliebige Applikation zu etwa 80 Prozent. Insofern reduziert sich unser Entwicklungsaufwand auf 20 Prozent der üblichen Entwicklungszeiten. Für Applikationen, bei denen sich Kunden stark an unsere Standards annähern, reduziert sich der Entwicklungsaufwand nochmals und kann in Ausnahmefällen bei nur fünf Prozent des üblichen Aufwandes liegen. Mit diesen von uns entwickelten Technologien benötigen wir im Durchschnitt nur ein Fünftel der üblichen Zeit. Somit ist diese Technologie positioniert im Zeitwettbewerb die Nase vorne zu haben – also Time to Market, zu verkürzen. Das ist heutzutage für uns und unsere Kunden als Wettbewerbsvorsprung sehr wichtig. Um diesen Vorteil auch argumentieren zu können, haben wir eine eigene Methode – die DIP-Methode (Data Interaction Point) - entwickelt. Diese beinhaltet eine umfangreiche Datenbank der durchgeführten Entwicklungsprojekte.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie sich aus der Strategie von Pass auch für andere IT-Unternehemen ein Erfolgszrezept ableiten lässt.

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