Telekom erweitert Glasfasernetz und WLAN-Angebot

Zehn Städte mit Glasfaseranbindung und 3.000 weitere Hotspots

07.03.2011 | Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

2011 sollen 160.000 weitere Haushalte an das Glasfasernetz der Telekom angebunden werden.

Die Deutsche Telekom plant für das Jahr 2011 den Ausbau ihres Glasfasernetzes. Im Zuge dessen sollen bis zu 160.000 Haushalte in zehn deutschen Städten versorgt werden. Das Unternehmen will dieses Jahr zudem sein öffentliches WLAN-Hotspot-Angebot erweitern und unter anderem weitere ICE-Züge der Deutschen Bahn und zusätzliche Flugzeuge der Lufthansa mit WLAN-Technik ausstatten.

Ausgewählte Stadtteile in Braunschweig, Brühl, Hannover, Hennigsdorf, Neu-Isenburg, Kornwestheim, Mettmann, Offenburg, Potsdam und Rastatt sollen 2011 mit Glasfaser versorgt werden. Die Telekom favorisiert die Lösung Fibre to the Home (FTTH), also Glasfaserleitungen bis in die Wohnung der Kunden.

Um den Aufbau der FTTH-Netze zu beschleunigen, sei eine moderne, investitionsfreundliche Regulierung notwendig. „Es ist erforderlich, dass alle bereits vorhandenen Infrastrukturen wie Kabelkanäle anderer Netzindustrien oder auch Gebäudenetze mitgenutzt werden dürfen um Kosten zu sparen und Synergiepotenziale zu heben. Außerdem müssen wir einen „Flickenteppich“ lokaler Glasfasernetze in Deutschland vermeiden, deshalb muss sich die Branche auf einen gegenseitigen, offenen Netzzugang einigen“, appelliert Niek Jan van Damme, Vorstand der Deutschen Telekom AG.

Technologie-Mix für das Gigabitnetz

Studien zufolge soll der Datenverkehr im Festnetz bis 2013 um das Fünffache, im Mobilfunk sogar um das 60fache steigen. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, möchte die Telekom mit einem Technologie-Mix aus Glasfaser- und Kupferanbindungen, breitbandigen Mobilfunktechniken wie HSPA+ und LTE sowie WLAN-Angeboten ein Gigabitnetz schaffen. 2010 starteten die Glasfaserpilotprojekte in Hennigsdorf und Braunschweig. Außerdem wurde ein Pilothaushalt in Dresden per Glasfaserdirektanbindung (FTTH) mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 GBit/s versorgt.

Highspeed über Funk

Die Telekom möchte zudem das HSPA/UMTS-Netz ausweiten und bis zum Jahresende im gesamten Netz die verfügbare Bandbreite auf bis zu 42 MBit/s verdoppeln. Mit der LTE-Technik auf Basis der Frequenzbänder in den Bereichen 1,8 und 2,6 GHz würden sogar bis zu 100 MBit/s anvisiert. Im Frühsommer 2011 wird die Telekom diese Technik ausgewählten Geschäftskunden im Rahmen von Friendly-user-Tests zur Verfügung stellen.

Zudem soll Köln mit LTE auf Basis der Frequenzen 1,8 und 2,6 GHz ausgebaut und im Anschluss kommerziell für Privatkunden verfügbar gemacht werden. Der LTE-Stick von Huawei ist das erste 4G-Endgerät. Der Stick soll neben LTE auch die vorhandenen 2G- und 3G-Netze unterstützen und automatisch die jeweils schnellste verfügbare Übertragungstechnik wählen.

Erschließung weißer Flecken

Sowohl die DSL-Technik als auch die Funktechnologien HSPA und LTE spielen bei der Erschließung so genannter weißer Flecken eine wichtige Rolle: Die Telekom rechnet 2011 mit 700 bis 800 weiteren Kooperationsvereinbarungen mit ländlichen Gemeinden. Rund 600.000 zusätzliche Haushalte könnten dann mit VDSL versorgt werden. Außerdem möchte man 1.500 Gebiete mit HSPA- und LTE-Technik ausbauen.

Mehr WLAN auf der Schiene und in der Luft

Parallel zur Entwicklung des Fest- und des Mobilfunknetzes baut die Telekom ihr öffentliches WLAN-Angebot „Hotspot“ aus. Zusammen mit der Deutschen Bahn möchte das Unternehmen das mit WLAN versorgte Streckennetz auf 5.000 Kilometer erweitern. Mehr als 200 weitere ICE-Züge sollen dann als rollende Hotspots dienen. Der gemeinsam mit Lufthansa und Panasonic Avionics im Dezember 2010 gestartete Hotspot-Service „Flynet“ soll bis Ende 2011 auf nahezu dem gesamten Langstreckennetz der Lufthansa verfügbar sein. Der in der gesamten Flugkabine nutzbare Service bietet Verbindungen mit Downloadraten von bis zu 5 MBit/s.

Mehr Hotspot-Standorte

Neben dem mobilen Hotspot-Service erweitert die Telekom auch den stationären WLAN-Dienst. Im Laufe des Jahres 2011 sollen zusätzlich rund 3.000 öffentliche Telefone mit WLAN-Technik ausgestattet werden. Bisher dienen etwa 2.000 öffentliche Telefone als Hotspots. Nach Angaben der Telekom soll sich die Anzahl der Hotspot-Standorte in Deutschland damit insgesamt von rund 8.000 auf über 11.000 erhöhen.


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