Digitale Zahlungsmöglichkeit

Paypal steigert Händlerzahl um 25 Prozent

25.01.2011 | Redakteur: Stefan Riedl

Digitaler Zahlungsverkehr gewinnt an Fahrt und Transaktionsvolumen.

Im Jahr 2010 stieg die Anzahl der Online-Händler, die Paypal als Zahlungsmöglichkeit anbieten, um rund 25 Prozent. Das wahre Wachstumspotenzial sieht man bei dem Unternehmen jedoch in einem Segment, das noch in den Kinderschuhen steckt.

Paypal blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2010 im Online-Handel- zurück. Waren es im Vorjahr noch etwa 32.000 Händler, die Paypal als Zahlungsmöglichkeit in Ihren Online-Shops angeboten haben, stieg die Zahl im Jahresverlauf um 25 Prozent auf über 40.000 an. Als Beispiele für Unternehmen aus Deutschland, die auf den Zug aufgesprungen sind, nennt Paypal Firmen wie Zalando, Cyberport, C&A, Lidl, Real, Beate Uhse und Conrad.

Paypal überschreitet Grenzen

Unternehmensangaben zufolge verfügen hierzulande über 16 Millionen Kunden über ein Paypal-Konto. Das Zahlungsvolumen im deutschsprachigen Raum sei im Vergleich zum Vorjahr um über die Hälfte angestiegen, auf über 8,3 Milliarden US-Dollar. Ungefähr 20 Prozent aller Verkäufe kommen dabei durch grenzüberschreitenden Warenverkehr zustande.

Mobile Payment als Wachstumstreiber

Der Zahlungsdienstleister will weiter wachsen und sieht ein besonders großes Potenzial im Bereich Mobile Payment. Weltweit wird derzeit mobil ein Zahlungsvolumen von rund 700 Millionen US-Dollar abgewickelt. Im Herbst vergangenen Jahres skizzierte Paypal-Deutschland-Chef Gregor Bieler, wie dieser Markt über Apps als Zahlungshilfe angekurbelt werden soll.

Gregor Bieler ist Paypal-Deutschland-Chef.
Gregor Bieler ist Paypal-Deutschland-Chef.

Paypal zeigte in diesem Segment bereits Erfindergeist und ermöglicht mittels Bump-Verfahren Zahlungsanweisungen per Berührung zweier Smartphones. Paypal-Deutschland-Chef Gregor Bieler erläutert: „Bump ist ein kostenloses App, das den Datenaustausch zwischen Smartphones nach einer einfachen Berührung der beiden Geräte ermöglicht.“ Gegenwärtig werden so beispielsweise Fotos ausgetauscht.

Paypal hat jedoch ein bump-basiertes Payment-Verfahren auf den Markt gebracht, bei dem Käufer und Verkäufer mit Paypal-Konto nur ihre Smartphones aneinander halten müssen, um eine Zahlung anzustoßen. „Natürlich mit entsprechenden Sicherungsmechanismen“, so Bieler. Aus Bielers Sicht wird mobile Payment einen sehr großen Teil der Zukunft des Bezahlens ausmachen.


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