Vom Systemhaus zum Service-Provider

Bei INS profitieren Entwickler und Kunden von der Cloud

27.10.2010 | Redakteur: Sarah Maier

Henning Frey, Geschäftsführer bei INS Systems

IT auf Abruf ist das Geschäftsmodell des Dienstleisters INS. Die Produktfamilie besteht aus vier Säulen: Hosted Exchange, E-Mail-Archivierung, Desktop-as-a-Service und Managed Workspace.

Nur wer sich dem Markt anpasst, überlebt. So ist beispielsweise INS 1992 als klassisches Systemhaus gestartet und hat sich heutzutage zum Cloud-Diensteanbieter entwickelt. „Alles fing damit an, als ich 2005 sagte, wir sollten unsere Großprojekte auch kleineren Unternehmen zugänglich machen“, erzählt INS-Geschäftsführer Henning Frey im Gespräch mit IT-BUSINESS. „Die Cloud war damals noch unbekannt.“ Entsprechend fing man bei INS an, die Angebote zu standardisieren und Hosted Exchange, E-Mail-Archivierung, Desktop-as-a-Service und Workspace als managed Services anzubieten (mehr dazu im Kasten). Rechenzentren hat der IT-Dienstleister mittlerweile in Frankfurt, Hannover und Zürich. Sie alle sind Tier III oder Tier III Plus klassifiziert. Das entspricht laut einer Definition des Institute of Electrical and Electronics Engineers einer Verfügbarkeit von 99,9 Prozent oder anders gesagt, einer Downtime von 8,76 Stunden im Jahr.

Beim Thema mobile Desktop laufen im Hintergrund ganze Citrix-Server-Farmen, die einen Arbeitsplatz virtualisieren. „Bisher setzt kaum ein Mitbewerber auf Virtualisierung, Storage, Server oder ein Software-Angebot“, erläutert Frey die aus seiner Sicht einzigartige Unternehmensstrategie. Der Endkunde profitiert beim so genannten „IT-auf-Abruf“-Modell, da die eigene Implementierung und der Betrieb einer IT-Infrastruktur entfallen. Das eingesparte Kapital wie auch sonstige Ressourcen können an anderer Stelle im Unternehmen eingesetzt werden. Auf Schwankungen in den Geschäftsprozessen lässt sich flexibel reagieren.

Unterschied zur Schweiz

Zum größten Teil werden die Services direkt vertrieben. In Deutschland gibt es aber auch drei Reseller, und je ein weiterer für jedes Bundesland wird gesucht. Ein wenig anders sieht es in der Schweiz aus. „Hier greifen kleine Systemhäuser auf unser Angebot für ihre Kunden zu“, so Frey. „Das liegt aber daran, dass es dort noch viele Firmen mit nur nur zwei bis drei Mann gibt, welche größere IT-Projekte sonst nicht stemmen könnten. In Deutschland liegt die Durchschnittsgröße eher bei zehn Mitarbeitern. Dadurch ist genug Mannstärke da, um selber Hardware zu installieren.“

Provider für Software-Entwickler

Auch Software-Entwickler können von „IT auf Abruf“ profitieren, da sie über die INS-Rechenzentren ihre Software als Miet-Modell (SaaS) anbieten können. Statt immer wieder warten zu müssen, bis sich eine neue Software-Version verkaufen lässt, kann das leidige Thema Verkaufszyklus so umgangen werden. Zudem muss der Kunde nicht mit langen Installationszeiten rechen, weshalb die Kaufentscheidung oftmals schneller fällt. Ein weiterer Pluspunkt, der sich aus diesem Vertriebskanal ergibt: Für Programme, die sonst nur in Verbindung mit einem Server ausgeliefert werden, entscheiden sich vielmals nur größere Unternehmen. Ohne Hardware wird eine solche Software allerdings ebenfalls für kleine Firmen mit wenigen Seats interessant.

Die vier Säulen von INS


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