T-Systems baut größtes deutsches Rechenzentrum auf

Cloud Computing Zentrum entsteht in Sachsen-Anhalt

24.06.2010 | Redakteur: Andreas Donner

Die Deutsche Telekom baut in Sachsen-Anhalt derzeit Deutschlands größtes Rechenzentrum für Cloud Computing auf; Bild: elgris, Fotolia.com.

Die Telekom-Tochter T-Systems baut ein neues Rechenzentrum bei Magdeburg. Mit rund 24.000 geplanten Quadratmetern für die Informationstechnik wird der auf Cloud Computing ausgelegte Komplex das größte Hochsicherheits-Rechenzentrum eines IT-Dienstleisters in Deutschland werden.

Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts 2012 soll das neue Rechenzentrum für Cloud Computing 9.000 Quadratmeter IT-Fläche und rund 70 neue Arbeitsplätze bieten. „Durch das stetig wachsende Interesse von Großunternehmen am Cloud Computing und an dynamischen Dienstleistungen übers Netz lässt sich der hohe Bedarf an Rechenzentrumsleistung auf Jahre absehen“, sagt Olaf Heyden, Geschäftsführer ICT Operations bei T-Systems. Und Heyden ergänzt: „So können wir unsere Ressourcen schon heute frühzeitig planen und aufbauen, damit es auch in Zukunft nicht zu Engpässen kommt.“

IDC-Analysten prophezeien dem Markt 2013 ein weltweites Volumen von 44,2 Milliarden US-Dollar – Tendenz steigend. Die neue IT-Landschaft erhält zur Absicherung zusätzlich ein Spiegelbild im bereits bestehenden T-Systems-Rechenzentrum in Magdeburg. Dieses wird parallel ausgebaut. Insgesamt besitzt T-Systems über den Erdball verteilt 19 solcher ausfallsicherer Twin-Core-Rechenzentren mit einer Gesamtfläche von rund 50.000 Quadratmetern.

Umweltfreundlich und sicher

Der Aufbau der Einheiten erfolgt auf Tier-3-Plus-Ebene und erfüllt damit strenge Kriterien unter anderem an Sicherheit und Verfügbarkeit. Die Einheiten weisen mit einem Wert von 1 zu circa 3,5 zudem ein bestmögliches Verhältnis von IT- und Technikfläche auf. Die vorhandene Fläche lässt sich damit effizient und mit relativ geringem Energieaufwand ausnutzen.

Die Großkundensparte der Deutschen Telekom folgt beim Bau erstmals den Erkenntnissen aus ihrem Test-Rechenzentrum in München. Hier erforscht der ICT-Dienstleister im DataCenter 2020 gemeinsam mit Intel Möglichkeiten für einen nachhaltigen und energieeffizienten Betrieb von Serverumgebungen. Auf Basis der Ergebnisse erreicht das neue Rechenzentrum einen Energieeffizienzwert von 1,3.

Diese so genannte Power Usage Efficiency (PUE) setzt die insgesamt im Rechenzentrum eingesetzte Energie in Relation zum Stromverbrauch beim reinen Rechnerbetrieb. Zum Vergleich: Heute liegt der übliche PUE-Wert eines umluftgekühlten Rechenzentrums bei 1,9 – dies entspricht gegenüber 1,3 etwa 30 Prozent mehr CO2-Ausstoß.


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