Nach der Flaute sind Ideen für den Wettbewerbsvorsprung gefragt

Logica bereitet sich auf den Wirtschaftsaufschwung vor

04.05.2009 | Redakteur: Sarah Maier

Torsten Straß, CEO von Logica Deutschland, ist überzeugt, dass die wirtschaftliche Talsohle durchschritten ist.

Das K-Wort verbreitet Schrecken – wobei die Wirtschaftsflaute durchaus nicht alle Bereiche der IT betrifft, wie Torsten Straß, CEO von Logica Deutschland, versichert. Er geht davon aus, dass die Talsohle bereits erreicht ist und es bald wieder bergauf geht. Dabei hat er im Interview mit IT-BUSINESS so manchen Tipp für andere IT-Dienstleister parat.

ITB: Logica Deutschland konnte die Umsatzrendite im Geschäftsjahr 2008 von 4,5 Prozent im Vorjahr auf 5,6 Prozent steigern. Gehört Ihr Unternehmen in einen Bereich, der nicht vom finanziellen Abschwung betroffen ist?

Straß: Man muss die derzeitige wirtschaftliche Situation und ihre Auswirkungen sehr differenziert betrachten: Vom momentanen Wirtschaftsabschwung besonders hart getroffen sind ohne Zweifel der Maschinenbau-Sektor und die Automobilindustrie. Ausfälle aus diesen Branchen müssen wir kompensieren: Große Nachfrage nach unseren Dienstleistungen herrscht zum Beispiel bei den Energieversorgern. Hier treibt der Klimaschutz Innovationen voran, wie beispielsweise intelligente Strom- und Gasrechner. Das sind zumeist umfangreiche und lang laufende Projekte. Überraschenderweise zeigen auch viele Finanzdienstleister erhöhte Investitionsbereitschaft. Sie haben bereits früh Maßnahmen gegen die Auswirkungen der Krise ergriffen und stehen den Vorteilen des Outsourcings sehr positiv gegenüber. Gerade jetzt ist wichtig, dass wir unseren Kunden nicht nur helfen, ihren Umsatz zu steigern, sondern insbesondere auch, Kosten effizient zu managen.

ITB: Ist das ein Anzeichen, dass die Talsohle bereits durchschritten ist?

Dieses Unternehmen ist für die Redaktion der IT-BUSINESS ein Mutmacher in der aktuellen Krise.
Dieses Unternehmen ist für die Redaktion der IT-BUSINESS ein Mutmacher in der aktuellen Krise.

Straß: Eine konkrete Antwort ist natürlich nicht möglich. Persönlich gehe ich allerdings nicht davon aus, dass sich die Rezession weiter massiv verschärft. Mit der Weltwirtschaftkrise der 30er Jahre ist unsere Situation heute nicht vergleichbar: Die Globalisierung ermöglicht ein abgestimmtes Handeln. Schlüsselfaktoren sind Konjunkturpakete, durch die Liquidität im Markt bereit gestellt wird. Um eine Inflation zu verhindern, muss diese aber auch wieder abgeschöpft werden, wenn der Aufschwung erreicht ist.

ITB: Ist das nun nur ein positives Bauchgefühl oder stützen Sie sich auch auf Fakten?

Straß: Diese Einschätzung leite ich aus unseren Daten und Kundengesprächen ab. Nichts desto trotz gibt es Unternehmen, die mit dem Rücken zur Wand stehen!

ITB: Was empfehlen Sie, um diese Periode möglichst gut zu überstehen?

Straß: Konsequentes und vor allem schnelles Handeln sind das A und O, wenn der Kunde unerwartet Aufträge zurückzieht. Neue Prioritäten bei Kunden stellen neue Herausforderungen für uns dar, auf die wir umgehend reagieren müssen. Deshalb haben wir bereits im Herbst 2008 eine entsprechende Krisenstrategie entwickelt. Und auch für den größten Notfall haben wir einen speziellen Maßnahmenplan in der Schublade.

ITB: Was hat Logica konkret unternommen?

Straß: Neben üblichen Kosteneinsparmaßnahmen ist es wichtig, gerade jetzt die Zeit zu nutzen um sich neu aufzustellen. Wir sparen deshalb explizit nicht im Bereich Aus- und Weiterbildung sowie beim Innovationsmanagement. Stattdessen bieten wir unseren Mitarbeitern gezielt Schulungen an. Das ist besonders wichtig für solche, deren Fachrichtung gerade nicht so dringlich gebraucht wird, so dass sie künftig fit für relevantere Themen sind. Außerdem haben wir so genannte »Innovation Camps« ins Leben gerufen. Hier können sich bis zu drei Mitarbeiter zusammentun, um Ideen zu entwickeln. Diese werden einem Bord vorgestellt, das schließlich entscheidet, wie marktträchtig diese Vorschläge sind.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr darüber, was die Trends nach der Wirtschaftsflaute sein werden.

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