Vorstandssprecher Thomas Olemotz über die ersten 100 Tage im Amt

Stabübergabe in stürmischen Zeiten bei Bechtle

23.03.2009 | Redakteur: Sarah Maier

Thomas Olemotz, Vorstandssprecher bei Bechtle

Dr. Thomas Olemotz ist zum Jahresbeginn bei Bechtle als Vorstandssprecher in die Fußstapfen von Firmengründer Ralf Klenk getreten. Olemotz spricht mit IT-BUSINESS, wie er in wirtschaftlich stürmischen Zeiten das Ruder übernommen hat.

ITB: Dies ist ein 100-Tage-Interview, aber als Vorstand sind Sie ja schon zwei Jahre bei Bechtle. Nun aber als Vorstandssprecher – was hat sich geändert?

Olemotz: Mein Aufgabengebiet hat sich erweitert. Durch die interne Umstrukturierung ist nun Michael Guschlbauer als Vorstand für das Segment IT-Systemhaus & Managed Services und Jürgen Schäfer für die Sparte IT-eCommerce verantwortlich. Ich bin also quasi Primus inter Pares und übernehme neben dem Finanz-Ressort den generalistischen Teil: die Logistik, die Zentralbereiche sowie die Sprecherfunktion im Innen- und Außenverhältnis.

ITB: Haben die erweiterten Aufgaben viel Neues mit sich gebracht?

Olemotz: Im Vergleich zu den vergangenen rund 720 Tagen hat sich in den ersten hundert auf dem neuen Posten relativ wenig geändert. Das liegt daran, dass Ralf Klenk und ich schon zuvor eine klare Rollenaufteilung hatten. Der Übergang entspricht im Grunde einem typischen Bechtle-Modell. Bis etwa zur Jahresmitte begleitet Herr Klenk den Übergang auf den neuen Vorstand noch intensiv mit Rat und Tat. Das ist sicher eine besondere Art der Staffelübergabe. In anderen Firmen wird hier vielfach einfach ein harter Schnitt gemacht.

ITB: Was gab es seit Jahresanfang alles für Sie zu tun?

Olemotz: Das übliche Tagesgeschäft: Wir hatten den Jahresabschluss und Geschäftsbericht zu erarbeiten. Zudem haben wir traditionell eine große Tagung zur jährlichen Strategie-Planung mit allen Führungskräften hier in Neckarsulm. Daneben Aufsichtrats- und Prüfungsausschuss-Sitzungen. Ich könnte das noch weiter fortführen.

ITB: Bleiben wir beim Strategie-Treffen. Wie sieht die diesjährige Planung aus?

Olemotz: Eine schwierige Frage. Die Unsicherheit der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ist so groß, dass aus unserer Sicht eine seriöse, belastbare Prognose für das Gesamtjahr nicht möglich ist. Man sieht das im Übrigen auch an den Konjunkturprognosen der Wirtschaftsinstitute, die sich schon seit Mitte 2008 fast im Wochenrhythmus dunkler färben.

ITB: Inwiefern ist Bechtle von der Rezession betroffen?

Olemotz: Grundsätzlich war das Geschäftsjahr 2008 erneut ein Rekordjahr. Das Ergebnis von 61,5 Millionen Euro war sehr erfreulich und lag sogar über unseren Erwartungen. Das Umsatzziel von 1,5 Milliarden haben wir mit 1,43 Milliarden Euro knapp verfehlt. Das Jahr 2009 läuft deutlich schwieriger an. Der Januar ist in unserer Branche traditionell ein schwacher Monat. Ab der dritten Kalenderwoche mussten wir allerdings einen Rückgang aller wirtschaftlichen Eckwerte feststellen, insbesondere im Umsatz und im Auftragseingang. Diese Entwicklung hat sich bis in die ersten beiden Märzwochen fortgesetzt. Wir rechnen daher mit einem für Bechtle-Verhältnisse schwachen ersten Quartal.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr darüber, welche Bereiche und Branchen stark von der Rezession betroffen sind und wo sich noch Geld verdienen lässt.

Zur Person: Thomas Olemotz


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