Finnischer Handy-Hersteller zieht die Reißleine

Nokia streicht 1.700 Stellen

17.03.2009 | Redakteur: Sylvia Lösel

Auch der Nummer eins im Smartphone-Markt macht die aktuelle Wirtschaftslage zu schaffen.

Der finnische Nokia-Konzern streicht 1.700 Stellen weltweit. Bereits im Januar hatte Nokia-Chef Kallasvuo Maßnahmen zur Kostenreduzierung angekündigt.

Angesichts schwieriger wirtschaftlicher Bedingungen im Allgemeinen und eines Absatzeinbruches bei den Mobiltelefonen im Besonderen, hat Nokia heute die Streichung von 1.700 Stellen weltweit angekündigt. Diese Maßnahme solle bewirken, dass das Unternehmen wieder kosteneffizienter arbeiten kann. Betroffen sind vor allem die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie das Marketing und den Support. Bereits im Januar hatte Nokia CEO Olli-Pekka Kallasvuo angekündigt, dass Nokia den Gürtel enger schnallen müsse. Ende Februar war dann die Rede von einem Abbau von 1.000 Arbeitsplätzen.

»Nokia hat am 2. März ein »Voluntary Resignation Package« ins Leben gerufen, das einem Abfindungsprogramm entspricht. Ziel dieses Programmes ist es 1.000 Mitarbeiter weltweit zu motivieren, das Unternehmen zu verlasssen, um die Notwendigeit von Enlassungen zu mindern. Genau wie das Voluntary Resignation Package sind die heute bekanntgegebenen Maßnahmen Teil des angestrebten 700 Millionnen Kostensparprogramms, das wir im Januar bekanntgegeben haben«, sagte eine Unternehmenssprecherin gegenüber IT-BUSINESS.

Im vierten Quartal 2008 musste der Branchenprimus ein Minus des Nettoverkaufserlöses von 19 Prozent verkraften. Auch der Geräteabsatz brach im Quartalsvergleich um 15 Prozent auf 113,1 Millionen verkaufte Einheiten ein.

Wie die Zahlen des Marktforschungsinstituts Gartner zeigen, musste das Unternehmen im Jahresvergleich 2008 zwar deutlich Federn lassen, ist aber immer noch die unangefochtene Nummer eins im Handymarkt. Konnten die Finnen 2007 noch einen Marktanteil von 49 Prozent verbuchen, fiel dieser 2008 auf 43,7 Prozent. Dies ging zugunsten anderer Hersteller wie Research in Motion (RIM), die sich von 9,6 Prozent auf 16,6 Prozent deutlich steigern konnten, und Apple, deren iPhone derzeit einen Marktanteil von 8,2 Prozent hält.


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