05.02.2009 | Redakteur: Sarah Maier
Am 1. November hat Winfried Holz als CEO bei Atos Origin die Verantwortung für Zentraleuropa übernommen. Nach 100 Tagen zieht er im Gespräch mit IT-BUSINESS eine erste Bilanz.
ITB: Herr Holz, Sie sind vor rund drei Monaten von Fujitsu Services, wo Sie Deutschland-Geschäftführer waren, zu Atos Origin gewechselt. Wie haben Sie sich denn eingelebt?
Holz: Es ist nicht wie vor einigen Jahren, als man langsam eingeführt wurde. Heutzutage ist man gleich mittendrin. Es macht mir aber auf jeden Fall Spaß. Am Wochenende hatte ich ein Kickoff mit 160 Managern. Dabei wurde erarbeitet, was 2009 ansteht.
Holz: Wir wollen gestärkt aus der Krise hervorgehen.
Holz: Da muss ich ein wenig ausholen. Gut zwei Wochen nachdem ich zu Atos Origin kam, hat sich auch in der obersten Chef-Etage einiges getan. Philippe Germond wurde von Thierry Breton abgelöst. Er war Vorstandsvorsitzender der France Télécom bevor er französischer Finanzminister wurde. Breton hat uns auf eine bessere Performance und eine Neuausrichtung eingestimmt, um robuster dazustehen.
Holz: Intern durch Fokussierung und Globalisierung. Atos Origin hat traditionellerweise ein starkes Wachstum getrieben aus den einzelnen Länderorganisationen. Das hat den Vorteil, dass das Unternehmen flexibel ist und jede Menge persönliches Engagement eingebracht wird. Nachteilig auswirken kann sich, im Vergleich zu Wettbewerbern wie beispielsweise IBM, die sehr dezentrale Struktur. Durch weltweite Standards können zentral aufgestellte Dienstleister Kosten sparen. Breton will auf mehr Standards setzen, aber ohne dabei die flexible Struktur zu zerstören.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, wie Atos Origin seine Strategie in Deutschland umsetzen will.
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