Mehr Eigenverantwortung, dafür Zentralisierung beim Thema Finanzen

Wenn Metro spart, muss Media-Saturn den Gürtel enger schnallen

22.01.2009 | Redakteur: Sarah Maier

Metro-Chef Eckhard Cordes hat sein Sparprogramm »Shape 2012« vorgestellt.

Wie beinahe überall, läuft auch bei der Metro-Gruppe derzeit das Geschäft nicht auf Hochtouren. Nun ist eine 1,5 Milliarden-Euro-Diät angesagt. Mit in das Straffungsprogramm einbezogen wird auch die Tochtergesellschaft Media-Saturn-Holding (MSH).

»Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage machen wir das Unternehmen wetterfest. Gleichzeitig setzen wir mit Shape 2012 den Wachstumskurs fort«, erklärt Metro-Chef Eckhard Cordes. »Es geht nicht darum, einfach Kostensenkungsziele zu addieren, sondern die Chancen auf eine höhere und schnellere Marktdurchdringung zu nutzen.« Damit will Cordes signalisieren, dass die Metro-Group weiterhin an einer internationalen Expansion festhält. Kein Wunder, kam doch das Wachstum der vergangenen Jahre vor allem aus dem Auslandsgeschäft. Hierzulande waren kaum Zuwächse zu verzeichnen.

Media Markt und Saturn

Für die Media- und Saturn-Märkte bedeutet Shape 2012 neben Einsparungen auch mehr Eigenverantwortung. So sollen sie künftig die gesamte Wertschöpfungskette vom Lieferanten bis zum Kunden selbst steuern. Bislang konzernübergreifende Funktionen wie beispielsweise Einkauf und Logistik werden damit der Tochter übertragen.

In den Bereichen Finanzen, Controlling und Compliance hält die Konzernmutter jedoch fest die Zügel in der Hand. Mit der zentralen Organisationsstruktur will Metro erreichen, dass die finanzielle Steuerung des Konzerns erleichtert und ein effektiveres Compliance- und Risikomanagement über alle Unternehmensteile hinweg sichergestellt ist.

Weltweit will die Metro in den kommenden drei Jahren außerdem 15.000 Stellen streichen. Die Anpassungen sollen aber möglichst auf natürlicher Fluktuation beruhen – frei werdende Stellen sollen also nicht unbedingt wieder besetzt werden. Inwiefern Media-Saturn von Stellenstreichungen betroffen ist, ist unbekannt.

Detaillierte Auskünfte zur Zukunft der Media-Saturn-Holding wollte die Düsseldorfer Metro-Zentrale gegenüber IT-BUSINESS nicht gegeben. Es hieß, dass an den Einzelheiten noch gearbeitet werde.


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