Standardisierung soll ausgebaut werden

Analysten von Experton bewerten T-Systems-Umbau kritisch

11.11.2008 | Redakteur: Sarah Maier

Experton meint, dass die Fokussierung auf die Großkunden für T-Systems der richtige Weg ist.

Aus Sicht der Experton Group ist die Konzentration von T-Systems auf die Großkunden ein logischer Schritt. Allerdings wird die Telekom-Aussage bemängelt, dass der Mittelstand standardisierte Produkte wünscht.

Für die Marktforscher der Experton Group war es ein logischer Schritt, dass sich T-Systems von ihrem Mittestandssegment trennt. T-Systems übergibt ihre 160.000 Geschäftskunden der bisherigen Privatkundensparte T-Home und widmet sich somit nur noch den 400 Großkunden. Profitieren würden dadurch nach Ansicht der Analysten zuerst die bestehenden und potenziellen Großkunden, denen sich T-Systems nun intensiver widmen kann. Bei den jetzt schon bestehenden 400 Großkunden handelt es sich im Übrigen um ganze Konzernstrukturen, denen rund 5.000 Firmen angehören. Davon sind 1.500 Unternehmen für die Telekom-Tochter relevant.

Mittelstand wird Standard

Die ehemalige Privatkundensparte T-Home übernimmt die Geschäftskunden. Damit das »Home« diese nicht allzu sehr irritiert, wird die neue Geschäftseinheit nach außen unter dem Label »T« auftreten.

Experton widerspricht allerdings den Aussagen der Telekom, die nach einer von ihr in Auftrag gegebenen Studie zu dem Ergebnis kommt, dass der Mittelstand »in erster Linie standardisierte Produkte nachfragt«. Es könnten nämlich nur Standardprodukte nachgefragt werden, da dies dem Angebot der Telekom-Tochter entspricht. Aufgrund der Organisationsstruktur sei T-Systems nie für das individuelle Lösungsgeschäft aufgestellt gewesen. Der Aufwand wäre schlicht zu hoch.

Die Experton-Marktforscher schlagen vor, dass trotzdem auch weiterhin die Standardisierung von Services aus dem ICT-Umfeld weiter vorangetrieben werden soll. Gerade bei der Größe und Kundenbasis der Telekom würde es sich lohnen, Service-Produkte zu standardisieren.


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