01.09.2008 | Redakteur: Sarah Maier
Bechtle feiert den 25. Geburtstag – damit ist das Unternehmen ein »alter Hase« auf dem IT-Parkett. IT-BUSINESS sprach mit dem Geschäftsgründer und Vorstandsvorsitzenden Ralf Klenk über die Erfolgsstrategie und Zukunftspläne für das Systemhaus.
ITB: Herr Klenk, das vergangene Geschäftsjahr 2007 war mit einem Umsatzanstieg von 13 Prozent und einer Ertragssteigerung von rund 29 Prozent das beste in der Firmengeschichte. Kann das noch getoppt werden?
Klenk: Wenn Sie mit toppen meinen, dass wir die Latte wieder etwas höher legen, dann ja. Betrachtet man die absolute Steigerung von 2006 auf 2007, wird es nicht so einfach sein, das im Geschäftsjahr 2008 noch einmal zu übertreffen. In den Kennzahlen wollen wir selbstverständlich über den Ergebnissen von 2007 liegen. Anvisiert ist ein Umsatzziel von 1,5 Milliarden Euro, beim Vorsteuerergebnis gehen wir von 60 Millionen Euro aus.
Klenk: Richtig, und wir sind auf Kurs. Als wir 1996 ankündigten, bis 2000 einen Umsatz von 500 Millionen Mark zu erreichen, wurden wir belächelt. Es klappte, wir haben die Vision sogar übertroffen. Nun ist unser Fernziel, bis 2020 ein Umsatz von fünf Milliarden mit 10.000 Mitarbeitern zu schaffen.
Klenk: Ein Vorteil ist, dass wir mit den einzelnen Geschäftsführern die Entscheidungsträger vor Ort haben. Damit sind wir für unsere Zielgruppe, den Mittelstand, ideal aufgestellt. So sprechen die Entscheider beider Unternehmen auf Augenhöhe miteinander, ohne dass erst in der Zentrale nachgefragt werden muss. Der Weg ist schnell und unbürokratisch.
Klenk: Im Gegensatz zur zentralen Hierarchie mag es aufwändiger sein, ein dezentrales Unternehmen zu führen. Wir haben einfache Regelwerke: Die einzelnen Geschäftsführer verantworten das Ergebnis, dazu brauchen sie die Entscheidungsbefugnis. Wenn sich aber an einem Standort nicht der gewünschte Erfolg einstellt, nimmt die Unterstützung der Zentrale zu – eben so lange, bis vor Ort wieder alles in die gewünschte Richtung läuft.
Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum sich Bechtle keine Sorgen um den Wettbewerb macht.


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