Schulterschluss der Suchmaschinen

Yahoo wird nicht von Microsoft übernommen und kooperiert mit Google

13.06.2008 | Redakteur: Stefan Riedl

Yahoo muss vorerst nicht mehr um die Unabhängigkeit bangen.

Von einem direkten Zusammenhang der beiden Ereignisse kann ausgegangen werden: Erstens ist der Microsoft-Yahoo-Deal endgültig geplatzt. Zweitens kooperiert Yahoo in Sachen Online-Werbung künftig mit Google.

In Kürze werden Google-Werbeeinblendungen auch auf den Ergebnisseiten von Yahoo zu sehen sein. So will es eine Vereinbarung zwischen beiden Suchmaschinen, die zustande kam, nachdem Microsoft nach Yahoo-Angaben »unmissverständlich« klar gemacht hat, dass man an einer Übernahme nicht mehr interessiert sei. Das Fusionspokerspiel zog sich in die Länge: Bereits Ende 2006 und Anfang 2007 haben sich Microsoft und Yahoo zu Übernahmegesprächen getroffen.

Die Vereinbarung, dass Google-Kunden auch Werbung auf dem Yahoo-Portal buchen können, gilt zunächst für die Märkte USA und Kanada. Ein Vertreter von Google argumentierte laut Washington Post, das Abkommen belebe die Konkurrenz und die Dynamik in der Online-Werbung.

Durch die Zusammenarbeit mit Google gilt Yahoos Eigenständigkeit vorerst als gesichert, allerdings löse der Deal keineswegs das langfristige Problem des Unternehmens, das da schlichtweg heißt: Zu geringer Marktanteil bei den Suchanfragen.

Die Google-Dominanz

Der Aufwand für Suchmaschinenwerbung rentiert sich aufgrund der Abfragen-Hoheit von Google aus Sicht vieler Werbekunden und auch Marketing-Agenturen nicht im Yahoo-Portal, denn Google hat sich in vielen Ländern als dominierende Größe bei den Suchanfragen etabliert. Wegen einer fehlenden Kontrollinstanz im Internet lässt sich dessen Höhe nicht genau beziffern. Es ist jedoch davon auszugehen, dass dieser Anteil hierzulande bei über 90 Prozent liegt. Diesen Wert bestätigen zahlreiche Logfile-Analysen kommerzieller Webseiten, die dahingehend ausgewertet wurden, von welchen Suchmaschinen Besucher auf die Seite gelangten. Google selbst macht indirekte Angaben zum Marktanteil bei den Anzeigen im Paid-Content-Bereich in den USA. So heißt es auf einer Google-Website: »Jeden Monat sehen etwa 80 Prozent der Internetnutzer in den USA und Hunderte von Millionen weiterer Nutzer weltweit AdWords-Anzeigen«.


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