Michael Schönrock hat ehrgeizige Ziele

ACP will in die Top Ten der Systemintegratoren aufsteigen

09.04.2008 | Redakteur: Sarah Maier

Zum 1. Mai übernimmt Michael Schönrock die Leitung der Wiener ACP-Gruppe.

Der eigentlich in Bad Tölz ansässige Michael Schönrock wird sich künftig oft in der österreichischen Landeshauptstadt Wien aufhalten. Dort ist der Hauptsitz der ACP-Gruppe, deren Leitung er ab dem 1. Mai übernehmen wird. Für den deutschen Unternehmenszweig hat er schon Zukunftspläne geschmiedet.

Michael Schönrock wird ab 1. Mai die Geschicke der ACP-Gruppe in Wien als CEO übernehmen. Damit löst er Stefan Csizy ab, der das Systemhaus seit der Gründung leitet und nun in den Aufsichtsrat wechselt. »Stefan Csizy hat die Übergabe seines Amtes frühzeitig geplant«, betont Schönrock. Der erste Schritt war, 2006 den Finanzinvestor Capvis mit an Bord zu holen. Mit dessen Hilfe wurden bereits und werden auch weiterhin Akquisitionen ermöglicht, damit die ACP-Gruppe bis zum Jahr 2010 zur Börsenreife gelangt. In den vergangenen 15 Jahren hat der Systemintegrator rund 40 Firmen zugekauft. Dazu zählen auch die drei Standorte der baden-württembergischen PC-Service, welche nun als ACP IT Solutions Stuttgart firmieren.

»2008 werden wir mit rund 800 Mitarbeitern einen Umsatz von 320 Millionen Euro machen«, schätzt Schönrock. »Die ungefähre Kennziffer für den Börsengang lautet 500 Millionen Euro Umsatz«, erklärt er. Seine Ziele für Deutschland sind schlicht: »Der Markt konsolidiert stark und ACP hat die Möglichkeit, aus eigenem Geldfluss Zukäufe zu tätigen. Noch sind wir auf einer der Positionen unter den Top 30 bei den Systemhäusern. In den kommenden zwei Jahren wollen wir unter die Top Ten«, so der künftige CEO. Ein durchaus realistisches Ziel, denn zwischen den Plätzen 30 bis fünf sind die Unterschiede nicht sehr groß.

»Einige Firmen die sich vor diesem Konsolidierungs-Hintergrund an uns wenden, meinen, die ACP sei doch eher eine Unternehmernetzwerk«, sagt Schönrock. Eine weitere Stärke, wie er es beschreibt. Denn das besondere an der ACP-Gruppe ist, dass die Geschäftsführer der eingekauften Unternehmen Gesellschaftsanteile an der Muttergesellschaft halten. Deshalb sind sie auch weiterhin an einer günstigen Kostenstruktur interessiert.


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