Partnerschaft mit Indien-Spezialist Cognizant geschlossen

T-Systems wird nicht verkauft

05.03.2008 | Redakteur: Philipp Ilsemann

Reinhard Clemens, CEO von T-Systems, bewertet die Allianz mit Cognizant als Win-Win-Geschäft.

Der deutsche IT-Dienstleister T-Systems will verstärkt Services in Niedriglohnländern anbieten. Dazu hat das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Offshore-Spezialisten Cognizant geschlossen. Die indische Niederlassung geht damit in den Besitz der US-Amerikaner über. Ein Verkauf der Telekom-Geschäftskundensparte ist mit dem Deal vom Tisch.

T-Systems und Cognizant haben eine umfangreiche Service-Allianz geschlossen. Die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom und der US-amerikanische Anbieter von Offshore-Services wollen ihre IT-Dienstleistungen künftig gemeinsam anbieten. T-Systems erlangt mit dem Deal Zugriff auf insgesamt 40.000 Mitarbeiter, die beide Unternehmen in so genannten Offshore-Ländern wie Indien beschäftigen. Im Zuge der Kooperation sollen die 1.150 Mitarbeiter in der indischen Niederlassung von T-Systems – vorausgesetzt, die zuständigen Behörden stimmen zu – künftig für Cognizant arbeiten.

Während T-Systems nun also endlich einen Partner im Niedriglohnland Indien gefunden hat, erhofft sich Cognizant, mithilfe des deutschen IT-Dienstleisters Konzerne auf dem europäischen Festland besser adressieren zu können. Geschäftskunden beider Firmen stehen künftig die globalen Liefernetze von T-Systems und Cognizant zur Verfügung. »Damit erhält unser Systemintegrations-Geschäft kräftige Wachstumsimpulse«, erhofft sich T-Systems-Chef Reinhard Clemens.

Ein Verkauf von T-Systems, der lange Zeit im Raum gestanden war, ist durch die Partnerschaft endgültig vom Tisch. In den vergangenen Monaten war unter anderem heftig über eine Akquisition durch den indischen IT-Riesen Tata spekuliert worden. »Diese Partnerschaft eröffnet uns ganz neue Perspektiven. Wir können unsere Profitabilität deutlich steigern und stärken uns in Schlüsselbranchen«, blickt Clemens optimistisch in die Zukunft.


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