Mehr Effizienz durch schlankere Organisationsstruktur

Versatel entlässt 200 Mitarbeiter

18.01.2008 | Redakteur: Sarah Maier

Peer Knauer hofft, bis 2009 für sein Unternehmen 30 Millionen einzusparen.

Mit einem Effizienzsteigerungsprogramm will Versatel Schwachstellen in der Organisationsstruktur ausbügeln. In diesem Rahmen soll ein stärkerer Fokus auf die Kunden gelegt werden. Ziel ist es außerdem, 30 Millionen Euro bis 2009 einzusparen.

Der Telekommunikationsanbieter Versatel will effizienter werden. Vorstandsvorsitzender Peer Knauer fasst die Gründe für die neue Strategie zusammen: »Wir befinden uns in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld. Weitere Preissenkungen im Markt und damit einhergehend ein weiterer Verfall des durchschnittlichen Umsatzes pro Kunde dürften die Folge sein. Um künftig wettbewerbsfähig zu sein, ist es erforderlich, mit einer schlagkräftigen, schlanken und gut verzahnten Organisation zu operieren sowie unsere Arbeitsabläufe und die IT-Infrastruktur zu optimieren.«

Künftig soll die Zentrale im Mittelpunkt stehen, wenn es darum geht, die Geschäftsabläufe zu optimieren und zu steuern. Sechs der bisher 13 regionalen Hauptstandorte werden bis Ende 2010 geschlossen. Trotzdem beteuert Knauer: »Wir bleiben unserem kundennahen Ansatz treu. Unsere Kunden werden vor Ort weiterhin ihre Ansprechpartner für Technik- und Servicefragen haben.« Versatel hält außerdem an seinem Shopkonzept fest.

Nicht nur durch Standortschließungen soll die Organisationsstruktur verschlankt werden. Die Anzahl der einzelnen Bereiche soll ebenso reduziert werden, wie die Anzahl der Führungskräfte auf diesen Bereichsebenen. Etwa 200 Beschäftigte sollen im Rahmen des allgemeinen Personalabbaus entlassen werden.

Neuer Vorstand

Der bisherige Vertriebsleiter, Christian Schemann, wird in eine neu geschaffene Vorstandsposition Marketing & Vertrieb berufen.

»Durch das Zusammenführen von Vertrieb und Bestandskunden-Management werden Versatel-Kunden vom ersten Kontakt an über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg aus einer Verantwortung heraus betreut,« erklärt Knauer diesen Schritt. In Kürze folgt noch die Besetzung des Finanzvorstands, dann ist der Vorstand komplett.

Durch die Umsetzung dieses Effizienzprogramms erhofft sich der TK-Anbieter 30 Millionen Euro bis zum Jahresende 2009 einzusparen.


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