YouGov-Studie

Die Sucht nach dem Smartphone

| Autor: Heidemarie Schuster

Es gibt einige Szenarien, die Smartphone-Nutzer zu schaffen machen, wie Akku leer oder kein Netz.
Es gibt einige Szenarien, die Smartphone-Nutzer zu schaffen machen, wie Akku leer oder kein Netz. (Bild: www.pixabay.com)

Immer und überall erreichbar. Das Smartphone ist zum ständigen Begleiter geworden. Eine Studie von YouGov zeigt, dass nahezu alle Smartphone-Anwendungen aktuell häufiger genutzt werden als noch im Juli 2015.

Laut dem „Mobile Trend Report“ von YouGov nutzen derzeit 82 Prozent der Smartphone-User Messaging-Dienste wie WhatsApp und Co. zur Kommunikation. Das sind elf Prozentpunkte mehr, als es noch im Juli 2015 waren. Auch der Spieltrieb wird von elf Prozent der Nutzer häufiger ausgelebt (51 Prozent). Zudem surfen 88 Prozent der Studienteilnehmer im Internet, was einen Zuwachs von fünf Prozentpunkten bedeutet.

Mobilfunktarife

Die zweimal im Jahr erscheinende Studie zeigt ebenfalls, wie sich die Präferenzen für zukünftige Tarife bei den Smartphone-Nutzern in Deutschland entwickeln: Die Höhe des Inklusiv-Datenvolumens sowie Telefonie-Flatrates in alle Netze sind die bedeutendsten Tarifbestandteile bei einem neuen Mobilfunkangebot. 58 Prozent halten eine entsprechende Höhe des Inklusiv-Datenvolumens für die mobile Internetnutzung für mindestens sehr wichtig, fast genauso viele eine Flatrate in alle Mobilfunknetze (57 Prozent) oder ins Festnetz (57 Prozent).

Nur von wenigen Smartphone-Nutzern werden Zusatzleistungen als wichtig erachtet, wie beispielsweise Entertainment-Pakete (sieben Prozent) und zusätzliche Festnetz-Rufnummern (zehn Prozent). Ein ambivalentes Bild ergibt sich bei der Wichtigkeit von SMS-Flatrates. So sind diese für einen Großteil weniger wichtig beziehungsweise unwichtig (46 Prozent), haben aber für einen nicht unerheblichen Anteil auch noch eine äußerst wichtige Bedeutung (29 Prozent).

„Der Alleskönner Smartphone ist im heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken und wird in Zukunft noch deutlich mehr Raum im Leben der Verbraucher einnehmen. Dementsprechend wird die Abhängigkeit vom Smartphone weiter zunehmen“, sagt Holger Geißler, Vorstand bei YouGov. „Durch die wachsende Beliebtheit von Video-Streaming-Portalen wird die Höhe des Datenvolumens in Zukunft für Smartphone-Nutzer noch einmal an Relevanz zunehmen. Aber auch die klassische Telefonie wird neben dem Instant Messaging weiterhin ein äußerst wichtiges Thema bleiben. Die SMS verliert dagegen an Bedeutung.“

Video Streaming

In Sachen Nutzungshäufigkeit von Video-Streaming-Diensten liegen die Apple-Besitzer an der Spitze: Zehn Prozent von ihnen nutzen diese Services bereits auf ihrem Smartphone, 37 Prozent zumindest wöchentlich. Ähnlich aktiv sind HTC-Besitzer, auch hier nutzen zehn Prozent täglich Services wie YouTube oder Netflix und 32 Prozent wöchentlich. Weniger Video-Streaming betreiben Samsung-Besitzer (sechs Prozent täglich, 28 Prozent wöchentlich) auf ihrem Gerät, genauso viele beziehungsweise wenige wie bei Sony Mobile (sechs Prozent täglich, 29 Prozent wöchentlich).

Zur Studie

Für den „Mobile Trend Report“ Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov wurden 2.000 Smartphone-Besitzer, die über ihr Smartphone das Internet nutzen, im Zeitraum vom 12. bis 23. Januar 2016 befragt.

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