Veritas nach der Trennung von Symantec

Die Lösung: Daten löschen!

| Autor: Wilfried Platten

Stefan Henke, Managing Director DACH bei Veritas
Stefan Henke, Managing Director DACH bei Veritas (Bild: Veritas)

Je nachdem, welchen Analysten man nun nimmt, erstickten wir kurz-oder mittelfristig in der Flut der von uns allen erzeugten, exponentiell wachsenden Daten. Veritas hat darauf eine verblüffend simple Antwort: alte, überflüssige Daten einfach löschen.

Für Veritas ist es das Jahr Eins nach der Ablösung von Symantec – eben jenem Unternehmen, das die „alte“ Veritas 2005 für 13,5 Milliarden US-Dollar gekauft, und zehn Jahre später für acht Milliarden wieder an eine Investorengruppe um die Carlyle Group verkauft hat.

Veritas kommt aus dem B2B-Geschäft und konzentriert sich auch in der neuen Konstellation auf Lösungen für das Information Management im Unternehmen. Das Portfolio umfasst Software für Backup (Backup Exec, NetBackup und dazu die Backup-Appliances), Speichermanagement und Business Continuity (InfoScale und Resiliency Platform) sowie Information Governance (Data Insight, Enterprise Vault, eDiscovery und Information Map).

Die Angst vor dem Löschen

Für Deutschland-Chef Stefan Henke sollen diese Lösungen auch eine Maßnahme unterstützen, über die in den Unternehmen viel zu wenig nachgedacht wird, das Löschen von Daten: „Dazu muss man mehr über die Daten wissen: wann sind sie entstanden, wann wurden sie zum letzten Mal benutzt. Aber die Kunden wissen viel zu wenig über ihre Daten, um überhaupt eine Löschentscheidung treffen zu können.“

Dieser Befund wird statistisch untermauert durch den von Veritas beauftragten Databerg-Report , für den 1.400 CIOs befragt wurden. Fazit: Wir wissen, dass wir so wenig wissen. Aber wir wissen nicht, wie wir damit umgehen sollen.“ Es geht beim Datenwachstum ja nicht nur um die Primärkosten für Storage“, so Henke. „Dazu kommen ja auch die Aufwendungen, die dadurch entstehen, dass die Daten nicht klassifiziert sind und deshalb im Fall des Falles alle gleich behandelt werden, obwohl viele davon keine Rolle mehr spielen.“

Die Unterstützung auf der Distributionsebene kommt dabei von Also als reinem Broadliner sowie von Ingram, TD Azlan und TIM. „Damit sind wir gut aufgestellt. Die drei VADs scheinen mir für Deutschland optimal zu sein. Dabei ist uns besonders wichtig, dass sie ein eigenes Consulting haben.“ Die Aufgabenteilung mit den Distributoren, etwa was die Projekt-Unterstützung im Rahmen des Sales Cycles angeht, ist eher situativ geregelt: „Je größer das Projekt, desto eher sind wir involviert. Das skaliert übergangslos und wir besprechen die Ressourcen-Zuordnung regelmäßig in den Quarterly Business Reviews.“

Mehr Marge mit Veritas

Während Henke mit seinen Distributoren offensichtlich zufrieden ist und hier keine Änderungsbedarf sieht, soll die Zahl der Partner im Laufe des Jahres erhöht werden: „Die Systemhaus-Akquise ist leicht für uns, weil keiner der Anbieter unsere Lösungsbreite hat. Er setzt auf eine ganz andere Eintrittskarte und spricht über Veritas-Lösungen direkt mit dem CIO. Zudem erzielen Systemhäuser bei uns weitaus mehr Margen und Rabatte als anderswo.“ Versprechen, die gegebenenfalls im Einzelfall von Veritas zu verifizieren wären.

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