TLS-Zertifikate für deutsche Rechenzentren

D-Trust soll Microsoft-Cloud sichern

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Microsoft wirbt mit der Bundesdruckerei um das Vertrauen deutscher Cloud-Kunden.
Microsoft wirbt mit der Bundesdruckerei um das Vertrauen deutscher Cloud-Kunden. (Bild: Bundesdruckerei)

Die geplante Microsoft Cloud Deutschland soll TLS-Zertifikate von D-Trust nutzen, der Zertifizierungsstelle der Bundesdruckerei. Kunden können damit auch eigene Anwendungen in der Azure Cloud absichern.

Ab der zweiten Jahreshälfte will Microsoft Cloud-Dienste sukzessive aus deutschen Rechenzentren anbieten. Wie jetzt bekannt wurde, sollen dabei Zertifikate von D-Trust genutzt werden. Neben Office 365 oder Dynamics CRM online werden die Zertifikate auch den Datenverkehr mit kundeneigenen Anwendungen in der Azure-Cloud absichern.

Prinzipbedingt bürgen TLS-Zertifikate für die Identität eines Servers und sichern die Kommunikation zwischen Client und Server ab. Wo der Server steht und was dort mit den Daten passiert ist eine andere Frage.

Microsoft will das Problem mit der als Datentreuhänder eingesetzten Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems lösen. Die verwalte für Microsoft ausgestellte Zertifikate und sorge dafür, dass diese nur in deutschen Rechenzentren gespeichert würden.

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Nichtsdestotrotz meint Michael Kranawetter, National Security Officer bei Microsoft Deutschland: „Die Zusammenarbeit mit einer so vertrauenswürdigen Institution wie der Bundesdruckerei garantiert unseren Kunden, dass ihre Daten in der Microsoft Cloud Deutschland durch die neuesten im Markt verfügbaren Verschlüsselungstechnologien geschützt werden“.

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