Kommentar von IDC

Consumerization der IT – Private Anwender als Treiber

| Autor / Redakteur: Mark Alexander Schulte / Katrin Hofmann

Mark Alexander Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt
Mark Alexander Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt

Eine zunehmende Zahl innovativer mobiler Endgeräte, wie Smartphones und Tablet-PCs, finden bei Privatanwendern Verbreitung. Zunehmend werden diese auch im Berufsalltag eingesetzt, verbunden mit entsprechenden Anforderungen an die Unternehmensanwendungen.

Die hohe Leistungsfähigkeit, intuitive Bedienung sowie das ansprechende Design dieser Hardware führt bei vielen Anwendern zu dem Wunsch, ihre privaten mobilen Geräte auch im Berufsalltag zu verwenden. Immer mehr Mitarbeiter bringen daher ihre Smartphones und Tablet-PCs mit an den Arbeitsplatz, da sie dort häufig nicht mit diesen ausgestattet werden.

Während Unternehmensverantwortliche sich noch mit der Abwägung potenzieller Vorteile mit entstehenden Herausforderungen einer „Bring Your Own Device“ (BYOD)-Strategie beschäftigen, hat sich die IT-Abteilung bereits mit den Folgen privater Mitarbeitergeräte im Unternehmen auseinander zu setzen. Es ist zunehmend zu beobachten, dass IT-Trends zuerst bei den privaten Anwendern in Erscheinung treten bevor sie in die Unternehmen „überschwappen“. Der private Umgang von Mitarbeitern mit den benutzerfreundlichen und interaktiven Anwendungen des führt auch zu einem gestiegenen Anspruchsniveau hinsichtlich Unternehmensanwendungen. Dies geht vermehrt mit der Forderung nach Einbindung dieser Anwendungen in das Unternehmen einher.

Die Treiber von IT-Innovationen verschieben sich somit von großen Unternehmen zu privaten Anwendern. Für Mitarbeiter führt diese Entwicklung zu einer Verschmelzung von beruflicher und privater IT-Nutzung, die als „Consumerization“ bezeichnet wird.

Mobilität als Katalysator

Ein wesentlicher Treiber der Consumerization ist die Mobilität der Hardware, die es ermöglicht, zu jeder Zeit, von jedem Ort auf Anwendungen zuzugreifen. IDC geht aktuell davon aus, dass die Verbreitung mobiler Endgeräte bis 2015 stark ansteigen wird. Waren es in Deutschland 2010 noch 10,5 Millionen verkaufte Smartphones, werden es im Jahr 2015 bereits knapp 30 Millionen sein. Ähnlich sieht die Entwicklung bei Tablet-PCs aus. Ihr jährlicher wird 2015 in Deutschland erstmalig die 7-Millionen-Grenze überschreiten. Und auch der Verkauf von Notebooks wird in den nächsten vier Jahren zweistellig wachsen. Die Verbreitung mobiler Endgeräte wird den Trend der Consumerization beschleunigen.

Eine im Mai 2011 in Deutschland durchgeführte Befragung von rund 200 Fach- und Führungskräften in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern hat ergeben, dass bereits heute knapp 75 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern ermöglicht, mobil auf Standard-Applikationen wie , Kalender oder über einen Browser auf das Internet zu zugreifen. Unternehmen planen, den mobilen Zugriff auf Informationen weiter auszubauen. Bis Mitte 2012 werden zwei von drei Mitarbeitern über ein mobiles Gerät auch auf ERP- und CRM-Daten, Berichte und Collaboration-Tools zugreifen können. Diese Zahlen verdeutlichen die gestiegene Bedeutung der Mobilität von Mitarbeitern für ihre Unternehmen und unterstützen die „Bring Your Own Device“-Entwicklung.

Positive Folgen

Das durch die Mobilität begünstigte Einbringen von privaten Geräten in den Berufsalltag hat mehrere positive Folgen. Zum einen erfüllt es den Wunsch der Mitarbeiter, mit der Hardware ihrer Wahl zu arbeiten, was die Zufriedenheit der Angestellten fördert und „good will“ seitens des Unternehmens zeigt. Die Verwendung der privaten Geräte und die Nutzung von unternehmenseigenen Web-2.0-Anwendungen fördert darüber hinaus die Produktivität der Mitarbeiter. Nicht zuletzt spart das Unternehmen bei einer BYOD-Strategie die Beschaffungskosten für die IT-Hardware – denen natürlich erhöhte Kosten für die Integration und Sicherheit gegenüberstehen.

Mehr über die Herausforderungen und einen Ausblick erhalten beziehungsweise erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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