SAP verfolgt in seiner Cloud-Strategie das Prinzip "mobile first"

Mit Business ByDesign v4.0 stärkt SAP seine Mobile-Strategie

31.07.12 | Autor / Redakteur: Michael Matzer / Florian Karlstetter

Cloud Strategie "mobile first": Neben einem neuen SDK kündigt SAP vor allem mobile Erweiterungen für SAP Business ByDesign an.
Cloud Strategie "mobile first": Neben einem neuen SDK kündigt SAP vor allem mobile Erweiterungen für SAP Business ByDesign an. (© Woody - Fotolia.com)

Das soeben verfügbare gewordene FeaturePack 4.0 von SAPs Cloud-ERP-Suite Business ByDesign (BYD) erlaubt es den Partnern, länder- und kundenspezifische Lösungen zu entwickeln und so einen differenzierenden Mehrwert anzubieten.

Als Teil des Software Development Kits (SDK) stellt SAP Entwicklern verschiedene Tools inklusive Web Services zur Verfügung. Diese sollen den Austausch von Informationen zwischen neu entwickelten Partner-Add-ons und bereits bestehenden Cloud-Anwendungen von SAP oder Drittanbietern erleichtern. Mit Hilfe von Templates sollen die 20 SAP-Partnern, die bereits einen Vertrag für das SDK abgeschlossen haben, kundespezifische Add-ons schneller entwickeln können.

Sven Denecken, VP Cloud Strategy und Leiter für Ko-Innovation bei SAP.
Sven Denecken, VP Cloud Strategy und Leiter für Ko-Innovation bei SAP. (Bild: SAP AG)

"Bei BYD werden über 50% des Umsatzes mit Partnern gemacht ", erläutert Sven Denecken, VP Cloud Strategy und Leiter für Ko-Innovation bei SAP, "Nun können Partner mit dem neuen SDK Erweiterungen und Add-ons für Branchen, Länder und Funktionen als spezifisches Customizing erstellen." Diese Lösungen der Partner können sie in den SAP Store einstellen und dort, versehen mit einem Preis, anbieten. Die Add-ons würden laut Denecken von SAP zertifiziert, und Kunden können Partnerlösungen online auf Kompatibilität mit dem BYD-Kern prüfen lassen. Der BYD-Kern bleibt stets unverändert. Inzwischen gebe es im SAP Store rund 150 Partnerangebote.

Diese Partnerlösungen sind notwendig, da sich BYD nicht nur für den oberen Mittelstand eignet - SAP hat soeben mit der Regierung von New South Wales (NSW Trade & Investment) einen Vertrag über 8500 Nutzer abgeschlossen - , sondern auch für die Niederlassungen größerer Unternehmen, wie etwa Lufthansa Revenue Services. Diese Niederlassungen brauchen laut Denecken länderspezifische Ausprägungen ihrer Cloud-ERP-Suite, etwa um bestimmte Prozesse oder Währungen zu berücksichtigen.

Neben dem SDK bietet die neue Version 4.0 zusätzliche Funktionserweiterungen, die von SAP stammen. Sie wenden sich an die Bereiche Vertrieb, Service und Fertigung. "Dank Funktionserweiterungen", so SAP-Manager Denecken, "können Servicevereinbarungen erstellt werden, die Rechnungsstellung, Service Level Agreements, Umsetzung und Eskalationsprozesse umfassen." Dies erlaube eine größere Unterstützung für Managed-Service-Verträge, die typisch für IT-, Medien-, Marketing- und andere Beratungsdienstleistungen seien. "Die Erweiterungen in den Bereichen Fertigung und Vertrieb helfen Kunden u.a. dabei, Reparaturszenarien am Einsatzort und im eigenen Betrieb zu verwalten und zu überwachen."

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