Nachbericht Cebit 2017

Cloud Computing macht das Internet der Dinge erst möglich

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Florian Karlstetter

IoT-Plattformen standen nicht nur auf der CeBIT-Pressekonferenz der Software AG im Mittelpunkt. Grundlage des Internet of Things und der IoT-Plattformen ist und bleibt die Cloud.
IoT-Plattformen standen nicht nur auf der CeBIT-Pressekonferenz der Software AG im Mittelpunkt. Grundlage des Internet of Things und der IoT-Plattformen ist und bleibt die Cloud. (Bild: Oliver Schonschek, Insider Research)

Ist die Cloud kein Thema mehr? Wer die Cebit-Berichte über Künstliche Intelligenz, Drohnen und Smart City liest, könnte dies glauben. In Wirklichkeit aber war die Cloud auf der Cebit 2017 wichtiger denn je.

Die Frage nach der Cloud: Ausführlich hatten die Vertreter der Software AG in ihrer Cebit-Pressekonferenz die Bedeutung der Plattformen für die digitale Transformation und damit für das Internet of Things (IoT) erklärt. Bei der anschließenden Fragerunde gab es eine Wortmeldung unter den Journalisten, die zeigte, dass das Thema Cloud Computing noch mehr ins rechte Licht gerückt werden muss. So fragte der Journalist: „Sie haben gar nichts zur Cloud erzählt! Spielt die Cloud dafür keine Rolle?“

Abgesehen davon, dass die Software AG kurz zuvor ihre Public-Cloud-Lösung vorgestellt hatte: Die Frage des Journalisten zeigt, dass die Cloud von so manchen nicht so gesehen wird, wie sie wirklich ist: Die Cloud ist eindeutig zur Basistechnologie geworden, ohne die viele andere technologische Entwicklungen letztlich gar nicht möglich sind. Es ist deshalb gut und richtig, wenn die Deutsche Messe nach der Cebit 2017 meldete: „Ob Unternehmen, Anlagen oder Produkte: Cloud Computing vernetzt alles mit allem und macht das Internet der Dinge erst möglich.“

Spannende Cloud-Lösungen auf der Cebit 2017

Zahlreiche Aussteller und Lösungen auf der Cebit 2017 unterstrichen, dass sich das Thema Cloud Computing nicht nur als Basistechnologie etabliert hat, die Cloud erlebt auch wichtige und interessante Weiterentwicklungen, gerade im Bereich Cloud-Security. Beispiele hierfür sind:

  • Cloud-Security aus deutschem Rechenzentrum: Palo Alto Networks stellte die Erweiterung seiner Sicherheitsplattform um Funktionen für sichere SaaS-Bereitstellung und Prävention gegen das Eindringen vom Netzwerk in die Cloud vor. Eine Besonderheit dabei ist die Sprachunterstützung in Deutsch für Data Loss Prevention (DLP) und maschinelles Lernen sowie ein neues Rechenzentrum in Deutschland.
  • Cloud-Versiegelung: Uniscon stellte auf der Cebit sein Portfolio an Cloud-Produkten für Unternehmen vor. iDGARD (Cloud-Dienst für Datenaustausch und Zusammenarbeit), Sealed Freeze (policy-basiertes Verfahren für Daten-Zugriffsmanagement), Sealed Analytics (Cloud-Lösung für Big-Data-Analysen) und die Sealed Platform basieren auf der Sealed-Cloud-Technologie.
  • Templates für Cloud-Verschlüsselung: eperi, Hersteller von Cloud-Data-Protection-Lösungen, präsentierte auf der Cebit 2017 unter anderem ein Verschlüsselungstemplate für Salesforce-Anwendungen. Das Template soll die Einrichtung der Verschlüsselung einfacher machen, wobei Funktionalitäten der Anwendung, wie etwa Sortierungen oder Volltextsuchen, erhalten bleiben.
  • Mehr Cloud-Transparenz: Rubrik stellte unter anderem Envision vor. Diese Lösung bietet Cloud-Einblicke, damit Unternehmen Daten in der Cloud verwalten können. Unternehmen können damit Berichte für die Plattformanalyse rund um Datenverwaltung, Compliance und Kapazitätsauslastung erstellen, anpassen und teilen.
  • Data Recovery für die Cloud: TeamDrive Systems GmbH hat auf der Cebit seine neue Sicherheitslösung für Cloud Computing vorgestellt: TeamDrive Point in Time Recovery (PiTR). Künftig wird für Geschäftskunden alle 30 Minuten ein automatischer Snapshot erstellt, so dass im Problemfall auf die vor einer halben Stunde gesicherten Daten zurückgegriffen werden kann. Die Häufigkeit, in der Snapshots angefertigt werden, lässt sich individuell einstellen.

Cloud-Sicherheit muss gewährleistet sein

Die Weiterentwicklung der Lösungen im Bereich Cloud-Sicherheit, wie sie auf der Cebit 2017 zu sehen war, ist extrem wichtig. Das zeigt sich auch an einer Aussage des Präsidenten des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik), die kurz vor der Cebit 2017 veröffentlicht wurde: „Cloud-Betreiber sind für die Sicherheit ihrer Cloud verantwortlich und sollten mit dieser Verantwortung sorgsam umgehen. Der Betrieb von Clouds mit veralteten Software-Versionen, für die bereits seit langer Zeit Updates der Hersteller bereitstehen, ist fahrlässig und macht es Kriminellen viel zu leicht, sensible Daten zu stehlen oder Geschäftsprozesse zu beeinflussen.“

Es zeigt sich: Die Anforderungen an die Cloud sind hoch und steigen weiter, neue Lösungen unterstützen bei der Umsetzung. Die Cebit 2017 zeigte aber auch: Es lohnt sich, die Cloud besser abzusichern, denn sie ist die Grundlage nicht nur des IoT, sondern der digitalen Transformation schlechthin.

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